{"id":1197,"date":"2016-08-29T07:00:28","date_gmt":"2016-08-29T05:00:28","guid":{"rendered":"http:\/\/web51.s217.goserver.host\/?p=1197"},"modified":"2016-08-26T17:02:17","modified_gmt":"2016-08-26T15:02:17","slug":"buchreview-real-leaders-dont-follow-steve-tobak","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/riskplaywin.com\/de\/review\/buchreview-real-leaders-dont-follow-steve-tobak","title":{"rendered":"Buchreview: &#8222;Real Leaders Don&#8217;t Follow &#8211; Being Extraordinary in the Age of the Entrepreneur&#8220; &#8211; Steve Tobak"},"content":{"rendered":"<p><strong>In seinem Buch &#8222;Real Leaders Don&#8217;t Follow &#8211; Being Extraordinary in the Age of the Entrepreneur&#8220; leistet Steve Tobak seinen pers\u00f6nlichen Beitrag zur Diskussion, was eine echte F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit ausmacht. Im \u00fcblichen direkten Ton rechnet er gnadenlos mit dem Trend, sich f\u00fcr jede selbstst\u00e4ndige T\u00e4tigkeit als Entrepreneur zu bezeichnen, ab. Anhand von Anekdoten aus seiner eigenen beeindruckenden Karriere in der US-amerikanischen Tech-Industrie, beschreibt er, was die au\u00dferordentlichen Unternehmer unserer Zeit wirklich verbindet.<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Steve Tobak begann seine Karriere al sein Chip Designer und war als F\u00fchrungskraft bei mehreren Unternehmen und Startups im Tech-Sektor t\u00e4tig, bevor er sich als Management-Berater selbstst\u00e4ndig machte. In dieser Rolle schreibt er regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber Themen rund um F\u00fchrung und Unternehmertum f\u00fcr Fox Business, Inc.com und Entrepreneur.com und betreibt auch <a href=\"http:\/\/stevetobak.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">seinen eigenen Blog<\/a>. Ein erfahrener Herr, also.<\/p>\n<h2><strong>Web 2.0: eine Bestandsaufnahme<\/strong><\/h2>\n<p>Tobak beginnt sein Buch indem er die gr\u00f6\u00dften gesch\u00e4ftlichen und sozialen Entwicklungen der letzten zwanzig Jahre aus seiner Perspektive schildert. Vom Dot-Com Boom um die Jahrhundertwende \u00fcber die Entwicklung des iPhones bis hin zu Generation Y, sozialen Medien und \u201eWeb 2.0\u201c, wird der Leser eingeladen, erst mal in ein paar Erinnerungen zu schwelgen. Eine allzu ausufernde Nostalgie l\u00e4sst Tobak aber nicht zu. Z\u00fcgig nimmt er das Verh\u00e4ltnis der Unternehmer von heute mit dem Internet sowie den sozialen Medien unter die Lupe &#8211; und holt weit aus.<\/p>\n<p>Schritt f\u00fcr Schritt nimmt er die weit verbreitete Annahme, Aktivit\u00e4ten auf sozialen Medien seien der Motor des unternehmerischen Erfolgs, auseinander. Vielmehr stellen Posten und Bloggen f\u00fcr ihn eine sinnvolle Erg\u00e4nzung zur gesamten Vermarktungsstrategie dar \u2013 nicht der Grundstein des ganzen Gesch\u00e4fts. Das mag f\u00fcr viele, die mit dem Internet gro\u00df geworden sind, fast einem Sakrileg gleichkommen. Nur die Logik der Argumentation ist schl\u00fcssig und \u00fcberzeugend. Egal was man vorhin gedacht hat \u2013 man muss Tobak in diesem Punkt Recht geben. Er kennt die Realit\u00e4t &#8211; und scheut nicht davor, die Weltbilder seiner Leser damit zu ersch\u00fcttern.<\/p>\n<h2><strong>Echte Unternehmer laufen nicht mit<\/strong><\/h2>\n<p>Der \u00fcbertriebene Fokus auf soziale Medien ist Teil eines Ph\u00e4nomens, das Tobak \u201eGroupthink\u201c (\u201eHerdendenken\u201c) nennt und als Feind von Innovation und kreativer F\u00fchrung in Unternehmen ansieht. Dies bringt ihn wiederum zum Kernargument des Buches: Menschen, die immer nur folgen, werden nie echte F\u00fchrungskr\u00e4fte oder Unternehmer werden. Die Menschen, die wirklich was bewegen werden, schauen eben nicht auf das, was die anderen tun, sondern tanzen nach der eigenen Pfeife.<\/p>\n<p>Diese unorthodoxe Sicht auf die Dinge sowie der Unwille, heutige Trends blind anzunehmen zeichnet Tobak aus und zieht wie ein roter Faden durch das Buch. Er ist schlie\u00dflich keiner, der sich ein Blatt vor den Mund nimmt. Was er denkt, was er gut findet, was nicht \u2013 das alles bekommt der Leser ohne Umwege aufgetischt. Doch indem das alles im heiteren Plauderton geschrieben wird und er keine Angst davor hat, auf die eigenen Fehler einzugehen, bleibt das Buch sympathisch.<\/p>\n<h2><strong>Ein Mann f\u00fcr sich \u2013 eine F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit eben<\/strong><\/h2>\n<p>Tobak unterstreicht und belebt seine Argumente anhand zahlreicher Anekdoten aus der eigenen beruflichen Laufbahn. Das verleiht zwar Authentizit\u00e4t und Glaubw\u00fcrdigkeit \u2013 konzentriert sich aber sehr auf das Tech-Sektor und k\u00f6nnte auf Leser, die nicht auf diesem Gebiet t\u00e4tig sind, etwas befremdlich wirken.<\/p>\n<p>Wie jeder, der offenen seine Meinung sagt, kann Tobak gut polarisieren. Ob man mit ihm sofort auf ein paar Gl\u00e4ser Bier die Gesch\u00e4ftswelt diskutieren will oder lieber das Buch wieder zuklappt \u2013 es ist beinahe unm\u00f6glich, den Mann nicht zu respektieren. Durch das Buch bekommen wir allm\u00e4hlich ein Bild des Autors und seinen Werdegang \u2013 und es ist beeindruckend. Das ist ein Mensch, der in seinem Leben vieles \u00fcberwunden und \u00fcber Jahrzehnte hart gearbeitet hat, um auf seinem Gebiet erfolgreich zu werden. Vor allem ist er sich zu jedem Zeitpunkt treue geblieben und hat genau das gemacht, wozu er seine Leser auch r\u00e4t: er ist seinen eigenen Weg gegangen.<\/p>\n<h2><strong>Fazit<br \/>\n<\/strong><\/h2>\n<p>Jene Leser, die auf der Suche nach einem Patentrezept daf\u00fcr, wie man \u201eder n\u00e4chste Steve Jobs\u201c wird, wird mit leeren H\u00e4nden weggehen. Das beabsichtigt Tobak hier nicht \u2013 es w\u00fcrde sogar sein Grundargument untergraben. Vielmehr ruft er den Einzelnen zur Selbstverantwortung auf und dazu, sich selbst gut im Spiegel anzuschauen. Er r\u00e4t dem Leser dringend: meiden Sie es nicht, sich den schwierigsten Fragen \u00fcber sich selbst und die eigenen Talente und Schw\u00e4chen zu stellen! Zugegeben, das ist hart \u2013 aber auch notwendig, um im Leben voranzukommen, um aus Niederlagen zu lernen, und wieder auf den richtigen Weg f\u00fcr sich selbst zu kommen.<\/p>\n<p>Insofern wird dieses Buch jedem Unternehmer empfohlen, der sich f\u00fcr das Thema F\u00fchrung interessiert und sich mit anderen Meinungen auseinanderzusetzen bereit ist. Die echten F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten unter den Lesern werden in Tobak einen Verb\u00fcndeten finden, der wei\u00df, wie einsam \u2013 aber auch wie befreiend \u2013 es ist, sich selbst Treue zu bleiben und den eigenen \u00dcberzeugungen nachzugehen.<\/p>\n<h2><strong>Sonstige Informationen zum Buch<br \/>\n<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Hinweis:<\/strong> derzeit nicht auf Deutsch erh\u00e4ltlich<\/p>\n<p id=\"title\" class=\"a-size-large a-spacing-none\"><strong>Name:<\/strong> <span id=\"productTitle\" class=\"a-size-large\">Real Leaders Don&#8217;t Follow: Being Extraordinary in the Age of the Entrepreneur<\/span><\/p>\n<p><strong>Preis: <\/strong><a href=\"http:\/\/amzn.to\/2bohK6Z\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">EUR 20,22 (Amazon.de), Kindle Edition (Amazon.de) EUR 14,15<\/a><\/p>\n<p><strong>Autor:<\/strong> Steve Tobak<\/p>\n<p><strong>Verlag: <\/strong>Entrepreneur Press (2015)<\/p>\n<p><strong>Taschenbuch (auf Englisch): <\/strong>289 Seiten<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Buch leistet Steve Tobak seinen pers\u00f6nlichen Beitrag zur Diskussion, was eine echte F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit ausmacht. 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