{"id":1285,"date":"2016-09-26T07:00:58","date_gmt":"2016-09-26T05:00:58","guid":{"rendered":"http:\/\/web51.s217.goserver.host\/?p=1285"},"modified":"2016-11-03T09:54:06","modified_gmt":"2016-11-03T08:54:06","slug":"sergey-frank-der-weg-in-die-selbststaendigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/riskplaywin.com\/de\/inspiration\/sergey-frank-der-weg-in-die-selbststaendigkeit","title":{"rendered":"Der Weg in die Selbstst\u00e4ndigkeit"},"content":{"rendered":"<p>Nach fast 15 Jahren Top-Beratert\u00e4tigkeit in einem internationalen Beratungsunternehmen entschied ich mich 2010, den Schritt in die Selbstst\u00e4ndigkeit zu wagen. Warum? An sich gab es keinen triftigen Grund, denn schlie\u00dflich stimmten sowohl\u00a0 das Geld als auch das Ansehen: Ich war sehr stark international t\u00e4tig, lernte zahlreiche interessante Pers\u00f6nlichkeiten kennen und gab regelm\u00e4\u00dfig gut besuchte Vortr\u00e4ge sowie Keynote Speeches auf verschiedenen Kontinenten ganz abgesehen von meinen w\u00f6chentlichen Kolumnen in den Wirtschaftsteilen der Financial Times und im Handelsblatt. Warum also auf die \u00fcberdurchschnittlichen Arbeitsbedingungen in einem Beratungsgro\u00dfunternehmen verzichten und sich stattdessen f\u00fcr die Selbstst\u00e4ndigkeit mit ungewisser Zukunft entscheiden?<\/p>\n<p>In der Tat gab es einige bedeutende Gr\u00fcnde, die gegen das Gro\u00dfunternehmen sprachen: Einer davon waren neben einer unglaublich hohen Reiset\u00e4tigkeit von \u00fcber 200 Tagen im Jahr die langen Entscheidungs\u00adwege zusammen mit systemimmanenten Politiken und dem Gef\u00fchl, sich trotz aller luxuri\u00f6sen Attribute doch nur wie ein Hamster im Laufrad abzustrampeln.<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Die ersten Schritte in die Selbstst\u00e4ndigkeit begannen mit lediglich einer Handvoll Klienten, ohne Personal und mit vielen guten Ideen, die zu diesem Zeitpunkt jedoch noch fernab der Realisierbarkeit lagen.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Die ersten Schritte in die Selbstst\u00e4ndigkeit begannen mit lediglich einer Handvoll Klienten, ohne Personal und mit vielen guten Ideen, die zu diesem Zeitpunkt jedoch noch fernab der Realisierbarkeit lagen. Erschwerend kam hinzu, dass sich die Weltwirtschaft und vor allem auch die Industrie im deutschsprachigen Raum im Jahre 2010 in einer Krise mit geringen bis keinen Zuw\u00e4chsen befanden und sich dies, wie die Erfahrung zeigt, immer auch auf die Beratungsbranche niederschl\u00e4gt. Doch ich war fest entschlossen, meinen neuen Weg zu gehen, auch wenn ich daf\u00fcr \u00fcberdurchschnittliche Bem\u00fchungen an den Tag legen m\u00fcsste.<\/p>\n<p>Doch die M\u00fche hat sich gelohnt: \u00dcber die letzten sechseinhalb Jahre haben wir uns zu einem erfolgreichen internationalen Beratungsunternehmen mit vielen zufriedenen Klienten entwickelt. Zun\u00e4chst arbeitete ich mit einer, dann mit zwei und schlie\u00dflich zunehmend mehr Kolleginnen und Kollegen zusammen, allesamt mehrsprachig und international. Einige verf\u00fcgten auch \u00fcber einen profunden Beratungshintergrund. Wir hatten neue Konzepte f\u00fcr mittelst\u00e4ndische Produktionsunternehmen und deren Organisation im Visier. Wir konnten schneller reagieren und gingen direkt auf Fragen der Internationalisierung, wie etwa Schnittstellen, Personalsuche und -fluktuation, Verg\u00fctung, Vertriebspartnersuche sowie viele andere Themen des Klienten ein. Unser Ansatz war es, Probleme und Komplexit\u00e4ten beziehungsweise immanente und unentdeckte Widerspr\u00fcche in der Organisation des Klienten zu l\u00f6sen. Und die gab es zuhauf.<\/p>\n<p>Wir vermarkteten unseren Ansatz nach dem Prinzip \u201eWir besitzen durch unsere Zeit bei einer gro\u00dfen Unternehmensberatung die Erfahrung eines Ozeandampfers. Aufgrund unseres kleinen Teams haben wir aber gleichzeitig die Wendigkeit und Schnelligkeit eines Schnellboots.\u201c Wir erfuhren ein \u00fcberdurchschnittliches Wachstum bei gleichzeitig starker Klientenakquisition. Das einzige Risiko bestand darin, diese wachsende Struktur nicht mit zu viel Hierarchie und andere Mal\u00e4sen eines Gro\u00dfunternehmens zu belasten &#8211; das ist uns gl\u00fccklicherweise bisher gelungen. Was hat sich im Vergleich zu den Aktivit\u00e4ten in einer internationalen Beratungsgesellschaft dar\u00fcber hinaus ge\u00e4ndert? Wir haben eine weitaus tiefere und engere Klientenbeziehung, viel mehr Freiheit und, nicht zu vergessen, eine pers\u00f6nliche Freiheit, die Raum f\u00fcr mehr Kreativit\u00e4t bietet. Letztere wirkt sich wiederum positiv auf unsere Aktivit\u00e4ten und \u2013 nicht zu vergessen \u2013 unsere Klienten aus.<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Vor allem bereue ich, nicht viel fr\u00fcher den Schritt in die Selbstst\u00e4ndigkeit gewagt zu haben!&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Wenn ich heute gefragt werde, ob ich meinen Schritt in die Selbstst\u00e4ndigkeit bereue, antworte ich mit einem klaren \u201eJa!\u201c. Wenn ich dann in das verdutzte Gesicht meines Gegen\u00fcbers blicke, erl\u00e4utere ich meine Antwort wie folgt: \u201eIch bereue es in der Tat. Vor allem bereue ich, nicht viel fr\u00fcher den Schritt in die Selbstst\u00e4ndigkeit gewagt zu haben!\u201c Wenn sich dann das Fragezeichen im Gesicht meines Gegen\u00fcbers zu einem Lachen wandelt, zeigt es mir, dass er mich verstanden hat.<\/p>\n<h2>Meine Tipps an Sie:<\/h2>\n<ul>\n<li>Seien Sie sich Ihrer F\u00e4higkeiten bewusst und f\u00fcrchten Sie sich nicht. Erfolg entsteht in Ihrem Kopf.<\/li>\n<li>Ohne Flei\u00df kein Preis: Haben Sie ein gro\u00dfes Ziel vor Augen.<\/li>\n<li>Wer nicht wagt, der nicht gewinnt: Meine ersten Schritte in die Selbstst\u00e4ndigkeit begannen mit lediglich einer Handvoll Klienten, ohne Personal und mit vielen Ideen, fernab der Realisierung. Trotzdem: der Sprung ins kalte Wasser war es wert, denn jeder muss irgendwann einmal anfangen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unternehmensberater Sergey Frank berichtet warum er ein Beratungsgro\u00dfunternehmen verlassen hat, um den Schritt in die Selbstst\u00e4ndigkeit zu wagen.<\/p>\n","protected":false},"author":12,"featured_media":1287,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[174,26,19],"channel":[],"class_list":["post-1285","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-inspiration","tag-berater","tag-gruendung","tag-inspiration"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/riskplaywin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1285","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/riskplaywin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/riskplaywin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/riskplaywin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/riskplaywin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1285"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/riskplaywin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1285\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/riskplaywin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1287"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/riskplaywin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1285"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/riskplaywin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1285"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/riskplaywin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1285"},{"taxonomy":"channel","embeddable":true,"href":"https:\/\/riskplaywin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/channel?post=1285"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}