{"id":1886,"date":"2020-10-02T10:45:54","date_gmt":"2020-10-02T08:45:54","guid":{"rendered":"http:\/\/web51.s217.goserver.host\/?p=1886"},"modified":"2020-10-02T13:27:13","modified_gmt":"2020-10-02T11:27:13","slug":"selbststaendigkeit-wie-du-vermeidest-zu-wenige-stunden-fuer-deine-arbeit-zu-kalkulieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/riskplaywin.com\/de\/wissen\/selbststaendigkeit-wie-du-vermeidest-zu-wenige-stunden-fuer-deine-arbeit-zu-kalkulieren","title":{"rendered":"Selbstst\u00e4ndigkeit: Wie du vermeidest zu wenige Stunden f\u00fcr deine Arbeit zu kalkulieren"},"content":{"rendered":"<p>Am Anfang meiner Selbstst\u00e4ndigkeit habe ich oft den Fehler gemacht und die Aufw\u00e4nde f\u00fcr Kundenprojekte falsch eingesch\u00e4tzt. So waren f\u00fcr Projekte dann teilweise pl\u00f6tzlich doppelt so viele Stunden angefallen als kalkuliert wurden. Dies ist nat\u00fcrlich doppelt schmerzlich, weil sich dadurch auch der Stundensatz halbiert.<\/p>\n<p>In der Werbebranche funktioniert ein Auftrag in der Regel so, dass die Agentur einem Kunden f\u00fcr ein bestimmtes Projekt ein Angebot legt. Das Angebot wird auf Basis eines Briefings erstellt, das die Eckpunkte eines Projektes definiert. Schlie\u00dflich erstellt man als Agentur eine Aufwandsch\u00e4tzung f\u00fcr diese Leistungen und legt ein verbindliches Angebot.<\/p>\n<p>Nach meinen ersten Jahren in der Selbstst\u00e4ndigkeit habe ich letztendlich aus meinen Fehlern gelernt und habe der Herausforderung durch das Setzen von Gegenma\u00dfnahmen entgegengewirkt. In den meisten F\u00e4llen entsprechen deshalb nun die kalkulierten Stunden weitgehend auch den angefallenen Stunden.<\/p>\n<p>Die folgenden Methoden haben mir dabei geholfen die Diskrepanz zwischen kalkulierten und tats\u00e4chlich angefallenen Aufw\u00e4nde zu minimieren.<\/p>\n<h2>Zeiterfassung<\/h2>\n<p>Vor allem am Anfang der Selbstst\u00e4ndigkeit tut man sich schwer die Aufw\u00e4nde f\u00fcr Projekte korrekt einzusch\u00e4tzen. Damit man ein Gef\u00fchl bekommt, was wie viel Zeit beansprucht ist genaue Zeiterfassung unerl\u00e4sslich. Zeiterfassungs-Tools wie beispielsweise Toggl haben mir hier sehr weitergeholfen. Dieses Tool erm\u00f6glich es, kinderleicht den Zeiteinsatz sekundengenau f\u00fcr ein Projekt zu messen.<\/p>\n<h2>Puffer einplanen<\/h2>\n<p>In die Kalkulation eines Projektes geh\u00f6rt auch immer ein Puffer rein. Meine Erfahrung zeigt, dass dies in der Regel um die 20% sein sollten. Dies deckt in den meisten F\u00e4llen alle Eventualit\u00e4ten ab. Bei neuen Kunden oder ganz neuen Projekttypen kalkuliere ich generell einen h\u00f6heren Puffer ein, da hier das Risiko daneben zu liegen weitaus h\u00f6her ist.<\/p>\n<h2>Leistungsangebot detailliert aufschl\u00fcsseln<\/h2>\n<p>In manchen F\u00e4llen kann es vorkommen, dass der Aufwand deshalb ausartet, weil das Leistungsangebot in einem Angebot nicht klar definiert war. Ein gut aufgeschl\u00fcsseltes, transparentes Angebot kann deshalb helfen hier die Risiken zu minimieren.<\/p>\n<h2>Kunden \u00fcber den aktuellen Stand der Stunden informieren<\/h2>\n<p>Kunden haben oft Schwierigkeiten damit Aufw\u00e4nde von externen Dienstleistern korrekt einzusch\u00e4tzen. Eine \u201ekleine\u201c \u00c4nderung, kann deshalb schnell mal eine Stunde oder mehr an Aufwand kosten. Auch hier hat sich bei mir bew\u00e4hrt, dass man mit dem Kunden \u00fcber den aktuellen Stand der Stunden spricht und ihm auch die Aufw\u00e4nde n\u00e4her erkl\u00e4rt. Wichtig ist nat\u00fcrlich, dass man seine Leistungen in dem Fall von Anfang an die Stunden-Anzahl in einem Angebot aufschl\u00fcsselt.<\/p>\n<h2>Kritische Projekte auf Stundenbasis abwickeln<\/h2>\n<p>Ab und zu kommt es Projekten bei denen der Aufwand sehr schwierig einzusch\u00e4tzen ist. In solchen F\u00e4llen arbeite ich pers\u00f6nlich nur noch auf Stundenbasis und biete keine Pauschalpreise f\u00fcr Leistungen mehr an. Dies bringt sowohl f\u00fcr mich als Agentur als auch f\u00fcr den Kunden Fairness \u2013 denn immerhin zahlt der Kunde auch nicht drauf, wenn meine Stundensch\u00e4tzung \u00fcberh\u00f6ht war.<\/p>\n<h2>Wiederkehrende Prozesse standardisieren<\/h2>\n<p>In vielen Projekten kommt es zu wiederkehrenden Aufgaben, die immer nach dem gleichen Muster ablaufen. Dennoch passieren bei diesen wiederkehrenden Aufgaben von denen man denkt, dass man Sie beherrscht Fehler. Auch dies f\u00fchrt letztendlich dazu, dass man Aufw\u00e4nde falsch sch\u00e4tzt und nachher mehr Stunden als notwendig ben\u00f6tigt. In diesem Fall bieten Checklisten eine gute Abhilfe. Sie geben bei komplexen aber wiederkehrenden Aufgaben Sicherheit, helfen Fehler zu vermeiden und tragen dazu bei, dass man bei den kalkulierten Aufw\u00e4nden bleibt.<\/p>\n<h2>Projektevaluierung<\/h2>\n<p>Bei jedem Projekt gibt es Dinge, aus denen man f\u00fcr die Zukunft lernen kann. Ich habe es mir deshalb zur Gewohnheit gemacht nach jedem Projektabschluss, das Projekt nochmal Revue passieren zu lassen. Hierbei stelle ich mir die Frage: Was habe ich aus diesem Projekt gelernt und wie kann ich das Gelernte f\u00fcr die Zukunft nutzen? Auch diese Evaluierung hilft mir letztendlich dabei Projektaufw\u00e4nde besser und besser einzusch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Dies sind die Methoden, die mir bislang als Agentur geholfen haben meine Projektaufw\u00e4nde in den Griff zu bekommen. Viele dieser Methoden sind aber sicherlich auch f\u00fcr andere selbstst\u00e4ndige T\u00e4tigkeiten anwendbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Anfang meiner Selbstst\u00e4ndigkeit habe ich oft den Fehler gemacht und die Aufw\u00e4nde f\u00fcr Kundenprojekte falsch eingesch\u00e4tzt. So waren f\u00fcr Projekte dann teilweise pl\u00f6tzlich doppelt so viele Stunden angefallen als kalkuliert wurden. Dies ist nat\u00fcrlich doppelt schmerzlich, weil sich dadurch auch der Stundensatz halbiert. 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