{"id":603,"date":"2016-03-30T07:00:31","date_gmt":"2016-03-30T05:00:31","guid":{"rendered":"http:\/\/web51.s217.goserver.host\/?p=603"},"modified":"2020-01-17T17:33:16","modified_gmt":"2020-01-17T16:33:16","slug":"5-entrepreneure-aus-der-geschichte-die-unseren-alltag-massgeblich-bestimmt-haben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/riskplaywin.com\/de\/wissen\/5-entrepreneure-aus-der-geschichte-die-unseren-alltag-massgeblich-bestimmt-haben","title":{"rendered":"5 Entrepreneure aus der Geschichte, die unseren Alltag ma\u00dfgeblich bestimmt haben"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hinter den banalsten Objekten des Alltags stehen Unternehmer, ihre Erfolge und Misserfolge. Ein kleiner Spaziergang durch die Geschichte des Unternehmertums.<\/strong><\/p>\n<p>Es ist ein ganz normaler Tag: man geht zum Supermarkt, um ein paar Sachen zu kaufen \u2013 Butter, Milch, Nudeln und <strong>Toilettenpapier<\/strong>. Auf dem Heimweg kauft man sich eine <strong>Zeitung<\/strong> und <strong>zahlt bar<\/strong>. Zur\u00fcck in der Wohnung <strong>ruft ein Kunde an<\/strong> \u2013 dabei macht man mit einem <strong>Kugelschreiber<\/strong> Notizen.<\/p>\n<p>Das ist alles andere als spektakul\u00e4r. Doch hinter diesem unscheinbaren Fall stecken viele Unternehmer, deren Erfindungen unseren Alltag entscheidend beeinflusst haben. Hier werden ihre Storys erz\u00e4hlt.<\/p>\n<h2><strong>Toilettenpapier \u2013 Joseph Gayetty<\/strong><\/h2>\n<p>Vor dem 19. Jahrhundert war Toilettenpapier in einem einzigen Land bekannt \u2013 China. Sonst wurden verschiedene Materialien zur Reinigung nach dem Toilettengang verwendet: Wasser, Zweige, Stofffetzen \u2013 sogar Steine!<\/p>\n<p>Gayetty, ein in New York wohnhafter Erfinder und Unternehmer, kam auf die Idee von Toilettenpapier in 1857. Sein Papier bestand aus Manilahanf und wurde nicht als Reinigungsprodukt vermarktet, sondern als Mittel gegen H\u00e4morrhoiden.<\/p>\n<p>Dieses Produkt war ein kommerzieller Misserfolg. Die verbreitete Verwendung von Toilettenpapier als ein Hygieneprodukt kam erst Jahre sp\u00e4ter als die Scott Br\u00fcder Papier auf einer Rolle auf den Markt brachten.<\/p>\n<h2><strong>Goldm\u00fcnzen \u2013 K\u00f6nig Kr\u00f6sus<\/strong><\/h2>\n<p>Kr\u00f6sus war der letzte K\u00f6nig von Lydien (heute: Westt\u00fcrkei) und ging in die Geschichte ein, weil er die ersten M\u00fcnzen pr\u00e4gen lie\u00df. Diese ersten M\u00fcnzen bestanden aus Elektron (eine Legierung aus Gold und Silber) und fungierten als Zahlungsmittel.<\/p>\n<p>Diese Erfindung brachte Kr\u00f6sus den Ruf von unvorstellbarem Reichtum ein, woran heute noch die Redewendung &#8222;reich wie Kr\u00f6sus sein&#8220; erinnert.<\/p>\n<h2><strong>Telefon \u2013 umstritten<\/strong><\/h2>\n<p>Kaum eine Erfindung symbolisiert die Gemeinheit und den Opportunismus des Unternehmertums besser als das heute allgegenw\u00e4rtige Telefon.<\/p>\n<p>Lange galt der geb\u00fcrtige Schotte Alexander Graham Bell als der Erfinder des Telefons. Jedenfalls war er der erste, der aus dem Konzept des Telefons Kapital schlug. Er entwickelte die Vorg\u00e4ngermodelle zur Marktreife weiter und lie\u00df daf\u00fcr in 1876 ein Patent registrieren.<\/p>\n<p>Hinter dem Telefon steckt jedoch eine zweite Geschichte \u2013 die des italienischen Einwanderers Antonio Meucci. Dieser hatte bereits 1860 in den USA einen Fernsprechapparat entwickelt \u2013 konnte sich jedoch aufgrund seiner schwierigen wirtschaftlichen Lage keinen ausreichenden rechtlichen Schutz f\u00fcr seine Erfindung leisten.<\/p>\n<p>Bell, der ein Labor mit Meucci teilte (und daher Zugang zu Meuccis Arbeitsmaterialian hatte), hatte wohl Meuccis Vorg\u00e4ngermodell als Grundlage f\u00fcr seine Erfindung herangezogen. Trotz jahrelanger Streitigkeiten gelang es Meucci nicht, Anerkennung f\u00fcr seine Erfindung zu sichern oder finanzielle Entsch\u00e4digung von Bell zu erhalten. Meucci starb verarmt im Jahr 1889.<\/p>\n<p>Erst 2002 wurden Meuccis Leistungen mit einem Beschluss des Repr\u00e4sentantenhaus des amerikanischen Kongresses gew\u00fcrdigt. Doch auch dieser Beschluss ist umstritten \u2013 kurz darauf fasste das kanadische Parlament einen \u00e4hnlichen Beschluss, der Bell als Erfinder des Telefons best\u00e4tigte.<\/p>\n<h2><strong>Druckerpresse \u2013 Johann Gutenberg<\/strong><\/h2>\n<p>Im 15. Jahrhundert herrschte in Europa ein Klima des wissenschaftlichen Aufschwungs. Mit der steigenden Nachfrage nach B\u00fcchern konnten die bisherigen Methoden der Buchherstellung nicht mithalten.<\/p>\n<p>Gutenberg, ein gelernter Goldschmied aus Mainz, schaffte es, den Druckvorgang zu mechanisieren und beschleunigen. So legte er das Fundament f\u00fcr die heutige Massenproduktion von Druckwerken wie Zeitungen und Magazinen.<\/p>\n<h2><strong>Kugelschreiber \u2013 Laszlo Biro<\/strong><\/h2>\n<p>Biro stammte aus einer ungarisch-j\u00fcdischen Familie und arbeitete zun\u00e4chst als Journalist in Budapest. Bei einem Besuch in der Druckerei merkte Biro, wie schnell die f\u00fcr den Druck verwendete Tinte auf dem Papier trocknete. Im Vergleich zur herk\u00f6mmlichen fl\u00fcssigen Schreibtinte war Drucktinte solider und schmierte auch nicht. So kam Biro auf die Idee eines Stiftes, der mit Drucktinte schreibt.<\/p>\n<p>So wurde der Kugelschreiber geboren. Biro lie\u00df seine Erfindung in 1938 in Ungarn patentieren \u2013 musste aber bald das Land aufgrund des zunehmend judenfeindlichen Klimas verlassen. Er wanderte mit seiner Familie \u00fcber Frankreich nach Argentinien aus, wo er ein neues Patent f\u00fcr den Kugelschreiber eintragen lie\u00df und mit der Produktion anfing. Bald war er Direktor von Argentiniens gr\u00f6\u00dfter Kugelschreiberfabrik, &#8222;Sylvapen&#8220;.<\/p>\n<p>Heute werden Kugelschreiber in England noch immer &#8222;Biros&#8220; genannt; Laszlo Biros Todestag wird in Argentinien als &#8222;Tag der Erfinder&#8220; gefeiert.<\/p>\n<p>Foto: @trybe via Twenty20<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hinter den banalsten Objekten des Alltags stehen Unternehmer, ihre Erfolge und Misserfolge. 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