{"id":661,"date":"2016-04-14T07:00:42","date_gmt":"2016-04-14T05:00:42","guid":{"rendered":"http:\/\/web51.s217.goserver.host\/?p=661"},"modified":"2016-05-04T08:34:56","modified_gmt":"2016-05-04T06:34:56","slug":"interview-mit-dominik-beron-mitgruender-der-arbeitsvermittlungs-plattform-fuer-fluechtlinge-refugeeswork-at","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/riskplaywin.com\/de\/interview\/interview-mit-dominik-beron-mitgruender-der-arbeitsvermittlungs-plattform-fuer-fluechtlinge-refugeeswork-at","title":{"rendered":"Interview mit Dominik Beron \u2013 Mitgr\u00fcnder der Arbeitsvermittlungs-Plattform f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge, RefugeesWork.at"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kaum ein anderes Thema bewegt \u00d6sterreich und Deutschland aktuell so sehr wie die Fl\u00fcchtlingskrise. Die Ankunft von \u00fcber einer Million Schutzsuchenden aus Krisengebieten um die Welt stellt unsere Gesellschaften vor gewaltige Herausforderungen \u2013 logistisch, finanziell, wirtschaftlich und sozial.<\/strong><\/p>\n<p>Eine der dringendsten Fragen im Rahmen der Integration der Neuank\u00f6mmlinge lautet: wie schafft man f\u00fcr so viele Menschen Arbeit? Genau dort wollte Dominik Beron (24, rechts im Bild) ansetzen und gr\u00fcndete Ende 2015 in Wien gemeinsam mit zwei Kollegen den Arbeitsvermittlungs-Service f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge, <strong><a href=\"https:\/\/refugeeswork.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">RefugeesWork.at<\/a>. <\/strong>Ich traf ihn letzte Woche, um mehr \u00fcber das Projekt und sein Leben als Jungunternehmer zu erfahren.<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Interview: Katharine Eyre<\/p>\n<p><em><strong>RiskPlayWin:<\/strong> Kannst Du das Gesch\u00e4ftsmodell von RefugeesWork erkl\u00e4ren?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dominik Beron:<\/strong> Unternehmen und Fl\u00fcchtlinge k\u00f6nnen sich auf der Webseite <a href=\"http:\/\/www.refugeeswork.at\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.refugeeswork.at<\/a> anmelden.<\/p>\n<p>F\u00fcr Fl\u00fcchtlinge ist die Nutzung der Plattform kostenlos. Wir vermitteln Jobs, Praktika und Lehren bei Unternehmen f\u00fcr Asylberechtigten und subsidi\u00e4re Schutzberechtigten. F\u00fcr Asylwerber vermitteln wir Lehren und Volontariate.*<\/p>\n<p>F\u00fcr die Nutzung der Vermittlungsservice zahlen die Unternehmen j\u00e4hrliche Beitr\u00e4ge. Kleinere Unternehmen mit 1-15 Mitarbeitern zahlen einen freien Beitrag, d.h. sie k\u00f6nnen selbst ausw\u00e4hlen, wie viel sie pro Jahr zahlen m\u00f6chten. Die Beitr\u00e4ge werden f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Unternehmen nach oben gestaffelt. F\u00fcr Unternehmen mit 16 bis 50 Mitarbeitern ist ein Betrag von EUR 500 p.a. zu zahlen. Unternehmen mit 5.000 Mitarbeitern zahlen pro Jahr EUR 5.000.<\/p>\n<p>St\u00e4dte und Gemeinde k\u00f6nnen sich auch bei uns anmelden \u2013 Fl\u00fcchtlinge k\u00f6nnen f\u00fcr diese K\u00f6rperschaften gemeinn\u00fctzige T\u00e4tigkeiten \u00fcbernehmen. Derzeit liegt der Fokus aber noch im privaten Bereich.<\/p>\n<p><em>*(Anm. der Redaktion: Asylberechtigten sind anerkannte Fl\u00fcchtlinge, deren Asylverfahren positiv entschieden wurde. Subsidi\u00e4re Schutzberechtigten sind keine anerkannten Fl\u00fcchtlinge, brauchen jedoch Schutz aus anderen Gr\u00fcnden, z.B. Folter im Heimatstaat. Asylberechtigten und subsidi\u00e4re Schutzberechtigte haben in \u00d6sterreich freien Zugang zum Arbeitsmarkt, genauso wie \u00d6sterreicher und EU-B\u00fcrger. Asylwerber sind Menschen, die einen Asylantrag gestellt haben, \u00fcber den aber noch nicht entschieden wurde; sie haben zum \u00f6sterreichischen Arbeitsmarkt nur beschr\u00e4nkten Zugang).<\/em><\/p>\n<p><em><strong>RPW:<\/strong> Wie unterscheidet sich der T\u00e4tigkeitsbereich von RefugeesWork von jenem des AMS (\u00f6sterreichischer Arbeitsmarktservice)?<\/em><\/p>\n<p><strong>DB:<\/strong> Unsere Zielgruppe ist grunds\u00e4tzlich eine andere. Erstens betreuen wir Asylwerber \u2013 das kann das AMS nicht. Weitere Unterschiede sind, dass wir auf unserer Webseite detaillierte Rechtsinformationen f\u00fcr die Unternehmen gratis zur Verf\u00fcgung stellen. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen Arbeitgeber auf unserer Webseite Stellen inserieren oder auch direkt nach Arbeitnehmern suchen.<\/p>\n<p>Bei der Vermittlung verwenden wir im Vorfeld einen allgemeinen Algorithmus, um Arbeitgeber mit Arbeitsuchenden zusammenzubringen \u2013 dieser Algorithmus sucht u.a. nach den Kriterien Asylstatus, Bildung, Wohnort und Sprachniveau.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich bieten wir den Unternehmen Downloads von den beh\u00f6rdlichen Formularen mit Hilfstexten, Informationen zu staatlichen F\u00f6rderungen, sowie Konzepte, die bei der Integration ins Unternehmen behilflich sein sollten.<\/p>\n<p>Hier gibt es drei Konzepte:<\/p>\n<ul>\n<li>Kommunikation; Vermittlung von Sprachwissen. Das reicht von ganz banalen Sachen wie man jemanden ausbessern kann, wenn er einen Grammatikfehler gemacht hat bis hin zu wichtigen Tipps f\u00fcr die allgemeine Kommunikation.<\/li>\n<li>Fachkenntnisse und die Vermittlung von Verst\u00e4ndnis.<\/li>\n<li>Kulturelle Unterschiede.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wir haben zus\u00e4tzlich eine Checkliste f\u00fcr Unternehmen, damit diese wissen, wie sie den Eintritt der neuen Arbeitnehmer vorbereiten, was sie am ersten Arbeitstag zu tun haben, was nach der ersten Woche usw.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich haben wir ein Online Chat aufgestellt. Wir haben bemerkt, dass die Fl\u00fcchtlinge sehr viel \u00fcber WhatsApp und Facebook kommunizieren. Da Unternehmen haupts\u00e4chlich E-Mail n\u00fctzen, schaffen wir damit einen gemeinsamen Kommunikationskanal und k\u00f6nnen beiden Seiten zus\u00e4tzlich wichtige Informationen zukommen lassen, z.B. ein Briefing vor einem Vorstellungsgespr\u00e4ch.<\/p>\n<figure id=\"attachment_669\" aria-describedby=\"caption-attachment-669\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-669 size-large\" src=\"https:\/\/riskplaywin.com\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Refugeeswork.at_Screenshot-1024x619.jpg\" alt=\"Screenshot von Refugeeswork.at \" width=\"640\" height=\"387\" srcset=\"https:\/\/riskplaywin.com\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Refugeeswork.at_Screenshot-1024x619.jpg 1024w, https:\/\/riskplaywin.com\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Refugeeswork.at_Screenshot-300x181.jpg 300w, https:\/\/riskplaywin.com\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Refugeeswork.at_Screenshot-768x464.jpg 768w, https:\/\/riskplaywin.com\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Refugeeswork.at_Screenshot-696x421.jpg 696w, https:\/\/riskplaywin.com\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Refugeeswork.at_Screenshot-1068x646.jpg 1068w, https:\/\/riskplaywin.com\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Refugeeswork.at_Screenshot-695x420.jpg 695w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-669\" class=\"wp-caption-text\">Refugeeswork.at<\/figcaption><\/figure>\n<p><em><strong>RPW:<\/strong> Wann\/wie bist Du auf die Idee der Vermittlungsservice gekommen?<\/em><\/p>\n<p><strong>DB:<\/strong> Das war im November 2015. Ein Unternehmer, der Interesse daran hatte, Fl\u00fcchtlinge zu besch\u00e4ftigen, hat mich angesprochen, weil er nicht wusste wie das geht. Wir wollen zuerst die Idee der Vermittlungsservice an eine NGO weitergeben; diese hatten jedoch aufgrund der bereits hohen Auslastung keine Kapazit\u00e4ten mehr. In der Folge haben wir das Projekt selber gestartet. Urspr\u00fcnglich haben wir uns auf Asylwerber konzentriert; im Nachhinein haben wir das Projekt auf Asylberechtigten und subsidi\u00e4re Schutzberechtigten erweitert.<\/p>\n<p><em><strong>RPW:<\/strong> Wie ging es dann mit der Planung weiter? Wie wurden die notwendigen Finanzen organisiert?<\/em><\/p>\n<p><strong>DB:<\/strong> Bevor wir das Projekt starteten, haben wir \u00fcber Crowdfunding EUR 10.000 gesammelt, wobei das eigentlich nur ein Tropfen auf dem hei\u00dfen Stein war. Diese Summe wurde in die Startkosten und Fixkosten investiert. Sonst finanzieren wir uns \u00fcber die Beitr\u00e4ge, die die angemeldeten Unternehmen einzahlen.<\/p>\n<p><em><strong>RPW:<\/strong> Zu Deiner Ausbildung: Du bist studierter Jurist, bist gerade dabei die Doktorarbeit zu schreiben und hast einige Praktika bei renommierten Wiener Wirtschaftskanzleien gemacht. Warum bist Du diesen Weg gegangen, wo Dir eine lukrative Karriere bei einer Kanzlei offen gestanden h\u00e4tte?<\/em><\/p>\n<p><strong>DB:<\/strong> Ich wollte etwas anders machen, ich wollte etwas ver\u00e4ndern und ein Impact haben. Deswegen der Fokus auf die Integration von Fl\u00fcchtlingen auf dem \u00f6sterreichischen Arbeitsmarkt; heutzutage ist das ja die gr\u00f6\u00dfte sozialgesellschaftliche Herausforderung die es gibt. Anwalt sein ist nat\u00fcrlich eine intellektuell sehr herausfordernde T\u00e4tigkeit und das Wirtschaftliche gef\u00e4llt mir sehr gut. Man st\u00f6\u00dft aber bei dieser T\u00e4tigkeit keine gro\u00dfen gesellschaftlichen \u00c4nderungen an.<\/p>\n<p><em><strong>RPW:<\/strong> Welche Ziele habt Ihr f\u00fcr das erste Jahr von RefugeesWork?<\/em><\/p>\n<p><strong>DB:<\/strong> Wir haben uns f\u00fcr 2016 das Ziel gesetzt, 500 Leute zu vermitteln und 400 Unternehmen auf der Plattform angemeldet zu bekommen. Allerdings haben sich in den ersten 2 Wochen schon um die 140 Unternehmen angemeldet und sie sind sehr bunt durchgemischt! Es gibt nicht nur international t\u00e4tige Konzerne dabei, sondern auch Unternehmen mit 250 bis 500 Mitarbeitern und auch EPUs (Ein-Person-Unternehmen).<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen schauen, wie es sich weiterentwickelt. Jedenfalls wollen wir dieses Jahr 500 Leute vermitteln. Das ist f\u00fcr ein kleines Team schon ambitioniert.<\/p>\n<p><em><strong>RPW:<\/strong> Wie viele Fl\u00fcchtlinge haben sich schon angemeldet?<\/em><\/p>\n<p><strong>DB:<\/strong> Per 5. April 2016 hatten sich 1000 Fl\u00fcchtlinge angemeldet.<\/p>\n<p><em><strong>RPW:<\/strong> Gibt es ein typisches Profil f\u00fcr die Fl\u00fcchtlinge, die sich bisher angemeldet haben (Alter, Geschlecht, Nationalit\u00e4t)?<\/em><\/p>\n<p><strong>DB:<\/strong> Es sind Gro\u00dfteils M\u00e4nner. Im Hinblick auf das Alter kann ich keine pauschalen Angaben machen. Die meisten kommen nat\u00fcrlich aus dem Nahen Osten (Syrien, Irak) \u2013 es haben sich aber auch Menschen aus Asien und Afrika angemeldet, wobei diese eher in der Minderheit sind.<\/p>\n<p><em><strong>RPW:<\/strong> Gab es bereits erfolgreiche Vermittlungen?<\/em><\/p>\n<p><strong>DB:<\/strong> Noch nicht, da wir mit der Vermittlung noch nicht gestartet sind. Wir haben allerdings durch das zur Verf\u00fcgung stellen von Informationen bei ein paar Vermittlungen abseits der Plattform geholfen.<\/p>\n<p><em><strong>RPW:<\/strong> Es kursieren in den Medien sehr unterschiedliche Angaben \u00fcber den Bildungsgrad der Fl\u00fcchtlinge \u2013 und wie lange es dauert, bis sie einen Job finden. Wie ist hier Deine Erfahrung?<\/em><\/p>\n<p><strong>DB:<\/strong> Es ist noch etwas zu fr\u00fch hierzu eine Aussage zu t\u00e4tigen. Wie lange es dauert f\u00fcr einen Fl\u00fcchtling eine Arbeit zu finden h\u00e4ngt von vielen Faktoren ab, u.a. Zugang zu Sprachkursen, der Einstellung der Arbeitgeber, ob bei einem Arbeitgeber standardm\u00e4\u00dfig Deutsch oder Englisch gesprochen wird usw. Ganz besonders die j\u00fcngeren Syrer und Irakern die ich kennengelernt habe haben sehr gute Englischkenntnisse und werden sich leichter integrieren k\u00f6nnen bei einem Arbeitgeber, wo Englisch die Arbeitssprache ist. Manche werden schnell eine Arbeit finden \u2013 andere werden mehr Zeit brauchen; es kommt auf den Einzelfall sowie die Rahmenbedingungen an.<\/p>\n<p><em><strong>RPW:<\/strong> Wie kannst Du die Qualifikationen der angemeldeten Fl\u00fcchtlinge pr\u00fcfen, wenn sie keine Unterlagen oder Zertifikate mithaben?<\/em><\/p>\n<p><strong>DB:<\/strong> Es ist m\u00f6glich, vorhandene Zeugnisse und Dokumente auf der Webseite hochzuladen. Dar\u00fcber hinaus bereiten wir die CVs von den Fl\u00fcchtlingen anders auf als es in \u00d6sterreich sonst \u00fcblich ist. Es wird nicht angegeben, bei welchem Unternehmen jemand gearbeitet hat von wann bis wann, sondern es wird auf den Inhalt der bisher verrichteten T\u00e4tigkeit abgestellt (z.B. mit welchen Maschinen oder Software jemand schon gearbeitet hat). Das soll den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern.<\/p>\n<p><em><strong>RPW:<\/strong> Du bewegst Dich in einem sehr umstrittenen Feld. Das erfordert Mut und auch eine bestimmte Bereitschaft, Risiken einzugehen. Wie gehst Du mit diesem Druck um?<\/em><\/p>\n<p><strong>DB:<\/strong> Kritik gibt es immer. Von linker Seite kommt Kritik, von rechter Seite kommt Kritik. Fl\u00fcchtlinge und deren Integration ist klar momentan ein schwieriges Thema. Ich h\u00f6re mir Kritik an und wenn dabei gute Punkte gemacht werden, \u00fcberlege ich sie mir. Mir sind die Konsequenzen meines Handelns bewusst.<\/p>\n<p>Ich bin davon doch \u00fcberzeugt, dass wir was machen, was nicht nur sozial wichtig ist, sondern auch wirtschaftlich. Wir brauchen Migration, um das Sozialsystem hierzulande aufrechtzuerhalten, weil die Bev\u00f6lkerung altert. Deswegen mach ich mir nicht allzu viel Stress. Es gab zwar schon ein paar kritische Kommentare bzw. E-Mails \u2013 es handelte sich meiner Meinung nach um Sorgen der Menschen in der Form von Kritik \u2013 es war aber nichts Schlimmes.<\/p>\n<p><em><strong>RPW:<\/strong> Welche Rolle spielt Arbeit Deiner Meinung nach in der Integration von Fl\u00fcchtlingen in \u00d6sterreich?<\/em><\/p>\n<p><strong>DB:<\/strong> Eine extrem gro\u00dfe Rolle. Arbeit f\u00f6rdert erstens die soziale Integration. Wenn man arbeitet, verbringt man mit den Kollegen sehr viel Zeit. Man kommt dabei mit anderen \u00d6sterreicher in Kontakt, lernt die Sprache. Anderseits ist Arbeit aus wirtschaftlicher Sicht sehr wichtig. Wenn man keine Berufserfahrung hat, kriegt man nur schwer einen Job und verpasst wirtschaftlich den Anschluss. Wenn \u00d6sterreich es vers\u00e4umt, sich aktiv um die Integration dieser Menschen zu bem\u00fchen, werden wir eine Generation von Langzeit-Arbeitslosen haben, die hohe Kosten verursachen statt Steuereinnahmen zu bringen.<\/p>\n<p><em><strong>RPW:<\/strong> Was sind die Pl\u00e4ne f\u00fcr die Weiterentwicklung von RefugeesWork in den n\u00e4chsten Jahren? Wo wollt ihr in 3 Jahren stehen?<\/em><\/p>\n<p><strong>DB:<\/strong> Gute Frage! Wir wollen bestimmt das Projekt in ganz \u00d6sterreich aufbauen. Dar\u00fcber hinaus suchen wir Partner in anderen L\u00e4ndern. Wir haben die Plattform absichtlich so aufgebaut, dass es einfach sein wird, die Vermittlungsservice auch z.B. \u00fcber &#8222;refugeeswork.de&#8220; oder &#8222;refugeeswork.nl&#8220; abzuwickeln.<\/p>\n<p>Wir w\u00fcrden uns sehr freuen, wenn uns Menschen aus anderen L\u00e4ndern kontaktieren w\u00fcrden, die gerne ein \u00e4hnliches Projekt aufsetzen w\u00fcrden, die aber noch nicht \u00fcber das erforderliche Wissen oder Infrastruktur verf\u00fcgen. In solchen F\u00e4llen w\u00e4re es weitaus effizienter, dasselbe Vermittlungssystem grenz\u00fcberschreitend zu verwenden.<\/p>\n<p><em><strong>RPW:<\/strong> Bei all den gro\u00dfen Zielen, geh\u00f6rt zum Unternehmertum das Risiko des Scheiterns. Was wirst Du tun, falls dieses Projekt nicht funktioniert?<\/em><\/p>\n<p><strong>DB:<\/strong> Da mache ich mir nicht allzu viele Gedanken. Sollte das Projekt langfristig wirtschaftlich scheitern, habe ich immerhin auf dem Weg vielen Menschen geholfen und somit etwas ver\u00e4ndert. Sollte es scheitern, w\u00fcrde ich mir \u00fcberlegen, was ich sonst gr\u00fcnden k\u00f6nnte. Oder ich schreibe meine Dissertation fertig. Was die Zukunft betrifft, bleibe ich offen.<\/p>\n<p><em><strong>RPW:<\/strong> Siehst Du Deine Zukunft definitiv in einem Sozialunternehmen?<\/em><\/p>\n<p><strong>DB:<\/strong> Im sozialen Unternehmertum definitiv ja, das macht mir sehr viel Spa\u00df.<\/p>\n<p><strong>RiskPlayWin w\u00fcnscht Dominik und seinem Team alles Gute und viel Erfolg mit dem Aufbau von RefugeesWork!<\/strong><\/p>\n<p>Foto: RefugeesWork<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber eine Million Fl\u00fcchtlinge kamen 2015 nach Europa. Wie k\u00f6nnen so viele Menschen Arbeit finden? 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