{"id":995,"date":"2016-06-28T07:00:03","date_gmt":"2016-06-28T05:00:03","guid":{"rendered":"http:\/\/web51.s217.goserver.host\/?p=995"},"modified":"2016-09-07T08:19:21","modified_gmt":"2016-09-07T06:19:21","slug":"mein-erstes-jahr-als-unternehmerin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/riskplaywin.com\/de\/inspiration\/mein-erstes-jahr-als-unternehmerin","title":{"rendered":"Mein erstes Jahr als Unternehmerin"},"content":{"rendered":"<p><strong>&#8222;Die Zeit vergeht wie im Flug&#8220; \u2013 dieser Spruch h\u00e4tte f\u00fcr das erste Jahr als Unternehmerin erfunden werden k\u00f6nnen. Und tats\u00e4chlich \u2013 es ist bereits ein Jahr her, seitdem ich mich selbstst\u00e4ndig gemacht habe. Die letzten 12 Monate haben mich einiges gelehrt \u2013 vor allem \u00fcber mich selbst.<\/strong><\/p>\n<p>Ich sage es gleich am Anfang: Selbstst\u00e4ndigkeit war eigentlich nicht Teil meines Lebensplans. Nach dem Studium arbeitete ich fast 10 Jahre als Juristin und war dabei immer Angestellte. Auch wenn ich immer wieder Lust auf einen Karrierewechsel sp\u00fcrte, \u00fcberlegte ich mir nie ernsthaft den Schritt in die Selbstst\u00e4ndigkeit. Bis es sich einfach aus den Umst\u00e4nden ergab\u2026<\/p>\n<p>Hier die wichtigsten Erkenntnisse aus meinem ersten Jahr als Unternehmerin:<\/p>\n<h2><strong>Positives Denken ist Gold wert <\/strong><\/h2>\n<p>Es gibt manche Dinge, die f\u00fcr den Erfolg als Selbstst\u00e4ndige ma\u00dfgeblich sind. Eine gute Gesch\u00e4ftsidee. Einschl\u00e4gige fachliche Kenntnisse. Genug Geld, um die ersten paar Jahre auch ohne sonstige Eink\u00fcnfte zu finanzieren. R\u00fcckhalt von der Familie und von Freunden.<\/p>\n<p>Mindestens gleich wichtig f\u00fcr Ihr unternehmerisches Gelingen ist eine positive mentale Einstellung. Die renommierte Psychologie Professorin Barbara Frederickson hat in ihren Studien festgestellt, dass Menschen, die positive Emotionen wie Lust, Interesse oder Zuversicht erleben, eher auf die M\u00f6glichkeiten im Leben schauen als auf die Risiken. Das f\u00fchrt zu einer eher forschenden Mentalit\u00e4t; man l\u00e4sst sich entspannter auf Neues ein und wird nicht durch \u00c4ngste eingeschr\u00e4nkt (die &#8222;Broaden and Build&#8220; Theorie).<\/p>\n<p>Eine solche Mentalit\u00e4t ist im Unternehmerleben unentbehrlich. Schl\u00e4gt man sich dauernd mit den eigenen \u00c4ngsten rum, ist man wie gel\u00e4hmt. Man sieht nur Gefahren, man kann nicht nach vorne, sondern kommt zum Stillstand. Diese Inaktivit\u00e4t kostet im Unternehmerleben Geld \u2013 im akuten Fall sogar Ihre Existenz! Begegnet man der Welt hingegen positiv und offen, agiert man entspannter. Man kommt auf neue \u2013 vielleicht gewinnende \u2013 Gesch\u00e4ftsideen, verarbeitet etwaige Fehler schnell und macht einfach weiter.<\/p>\n<h2><strong>Die Finanzen immer im Blick<\/strong><\/h2>\n<p>Geld und Finanz \u2013 das hat mich schon immer fasziniert. Nach einem Studium der Rechtswissenschaften folgte eine Karriere in der Finanzwelt, wo ich st\u00e4ndig mit gro\u00dfen Summen zu tun hatte. Doch wie ich in den letzten Monaten gelernt habe, ist die Verhandlung eines EUR 20m Darlehens und die Verwaltung der Finanzen im eigenen Unternehmen zwei sehr unterschiedliche Paar Schuhe!<\/p>\n<p>Zum ersten Mal musste ich mich hinsetzen, mir \u00fcberlegen, welche Kosten ich im Laufe eines Gesch\u00e4ftsjahres zu tragen h\u00e4tte. Wie viel gebe ich pro Woche f\u00fcr Lebensmittel, Unterhaltung, Drogerieeink\u00e4ufe aus? Welches Leben kann ich mir zu diesem Zeitpunkt leisten? Welches Leben will ich mir in 3 Jahren leisten k\u00f6nnen? Das alles kann (und muss) ich jetzt frei bestimmen.<\/p>\n<p>Um als Unternehmerin erfolgreich und gl\u00fccklich zu sein, ist es wichtig, langfristig zu denken. Unter anderen hei\u00dft das: die eigenen Finanzen so genau wie m\u00f6glich zu planen, messbare Ziele zu setzen und diese auch konsequent umzusetzen. Machen Sie sich ein Budget und halten Sie sich eisern dran. Setzen Sie sich Ziele f\u00fcr Ihr Einkommen und zeichnen Sie alles auf, was Sie verdienen. So wei\u00df man zu jedem Zeitpunkt woran man ist, ob Korrekturen zu setzen sind, oder ob mehr Geld zur Verf\u00fcgung steht als urspr\u00fcnglich gedacht!<\/p>\n<h2><strong>Vorsicht vor der Komfortzone!<\/strong><\/h2>\n<p>Nach wenigen Monaten hatte ich es bereits geschafft, ein paar Kunden zu gewinnen, von denen ich regelm\u00e4\u00dfige Auftr\u00e4ge bekam. Ich musste mir also nicht so viele Sorgen um die Abdeckung meiner Grundkosten machen.<\/p>\n<p>Als ich sah, dass Geld als Selbstst\u00e4ndige zu verdienen keine Raketenwissenschaft ist, begann ich mich zu entspannen. Etwas zu viel. Denn es war (und ist) nicht mein Ziel, immer nur meine Grundkosten abzudecken. Ich m\u00f6chte ab und zu reisen, Kleider kaufen, und mehr Geld f\u00fcr meinen Alltag haben.<\/p>\n<p>Daher ist es wichtig, nicht allzu lang in der Komfortzone zu verweilen. Auch wenn es ohne den externen Druck eines Vorgesetzten schwierig ist, sich aufzuraffen und nach neuen, immer h\u00f6heren Zielen zu streben ist das das einzige, was langfristig die eigene Zufriedenheit und Fortkommen als Unternehmer sichern wird.<\/p>\n<h2><strong>Wenn Frauen sich trauen<\/strong><\/h2>\n<p>Wenn Frauen sagen, sie ziehen die Sicherheit eines festen Jobs vor der Ungewissheit des Unternehmertums, u.a. weil sie Kinder wollen, habe ich volles Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr. Als Angestellte hat man als Frau etliche Vorteile, wenn es um die Vereinbarkeit von Job und Familie geht. Gesetzlicher Mutterschutz bzw. Karenz, die M\u00f6glichkeit, nach der Babypause Teilzeit zu arbeiten &#8211; das gibt es alles als Unternehmerin nicht.<\/p>\n<p>Mit Frauen, die gerne selbstst\u00e4ndig w\u00e4ren, trauen sich das aber nicht zu, gehe ich doch etwas h\u00e4rter ins Gericht: ihr steht Euch selbst im Weg! Es geht doch! Klar ist es eine einschneidende Entscheidung, die reiflicher \u00dcberlegung bedarf. Ich lege es Euch doch ans Herz: Ihr k\u00f6nnt das. Es w\u00e4re doch schade, wenn der Gesellschaft Ihre Gesch\u00e4ftsidee und Ihre Kreativit\u00e4t verloren gingen, nur weil Ihr Selbstbewusstsein im Keller ist! Ein Unternehmen ist harte Arbeit, aber machbar. Einst man das einsieht und genug Selbstvertrauen aufbringt, ins Ungewisse zu schreiten, setzt das eine Menge positiver Energie frei. Und pl\u00f6tzlich \u00f6ffnet sich eine ganze Welt von M\u00f6glichkeiten\u2026<\/p>\n<h2><strong>Freizeit braucht Planung und Disziplin<\/strong><\/h2>\n<p>Als ich mich selbstst\u00e4ndig gemacht habe war ich 33 Jahre alt. Genau in einem Alter, wo alle um mich herum Familien gr\u00fcnden. Ich scherze mit meinen Freundinnen: statt eines Kindes, habe ich ein Unternehmen auf die Welt gesetzt.<\/p>\n<p>Und ja \u2013 auch wenn ich mit meinem Unternehmen keine Windeln wechseln muss, gibt es etliche Parallelen zwischen dem Leben als Neo-Unternehmerin und dem Leben als Neo-Eltern. Vor allem, weil ein eigenes Unternehmen, genauso wie ein eigenes Kind das Leben neu definiert und ausf\u00fcllt. Ans Unternehmen denkt man wenn man aufsteht, und auch wenn man schlafen geht. Beim Wandern am Wochenende l\u00e4sst man neue Gesch\u00e4ftsideen durch den Kopf laufen. Es l\u00e4sst einen nie so richtig los \u2013 und das ist gut so.<\/p>\n<p>Kinder und ein eigenes Unternehmen &#8211; beide bringen eine Menge Arbeit. Sie sind aber auch enorm belohnend. F\u00fcr mich z\u00e4hlt die Entscheidung, in die Selbstst\u00e4ndigkeit zu gehen, zu den besten meines Lebens.<\/p>\n<p>Foto: <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/jessicamullen\/5106799416\/in\/photolist-8MgFxN-rb7zyg-6z3vyk-bxvMV7-7XzS8t-6Evo9p-8wbaH8-6EvizD-6HzxAi-9WQyVo-rv8XKt-9FdJtr-8MgFHU-6fGCuz-8MdBVM-dNioTN-dNcQtD-dNipAo-6z3vxk-8MdBKP-dNcPJg-68KWkw-6z7Axd-dNcQh2-8MdBMi-dNcQQM-8MdCct-eWZ5XQ-4gHhx7-78bfub-d9Z4Qe-dNipWW-8mLZm1-PqGpF-e1tECi-94S4xU-PqGpP-dNcQEZ-94S7Su-dNipMb-fTDTcw-kxZcJ3-6fLUHd-9egU2T-eWZ6dm-8MdCar-ed7upT-9FdJdR-8MgF7E-nYiU7K\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jessica Mullen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Die Zeit vergeht wie im Flug&#8220; \u2013 dieser Spruch h\u00e4tte f\u00fcr das erste Jahr als Unternehmerin erfunden werden k\u00f6nnen. Und tats\u00e4chlich \u2013 es ist bereits ein Jahr her, seitdem ich mich selbstst\u00e4ndig gemacht habe. 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