Die Wahl eines geeigneten Firmennamens zählt sicherlich zu den schwierigsten Aufgaben bei der Unternehmensgründung. Wurde die Entscheidung vorschnell getroffen und stellt sich heraus, dass der Firmenname ungeeignet ist, kann eine Namensänderung teuer werden.
Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollten Sie folgende 7 Punkte bei der Auswahl Ihres neuen Firmennamens beachten:
1. Leicht zu merken & schreiben
Ein großer Vorteil ist immer, wenn der zukünftige Firmenname leicht zu merken ist. Somit werden Sie im Bedarfsfall von potenziellen Kunden schnell wieder ins Gedächtnis gerufen oder die Kunden finden Ihre Webseite rasch per Suchmaschine.
Tückisch kann es sein, wenn Ihr Unternehmensname für Ihre Zielgruppe schwer zu schreiben ist. Deshalb testen Sie am besten vorher mit ein paar Leuten ab, ob Sie Ihren Firmennamen nach dem mündlichen Aussprechen auch korrekt geschrieben wird.
2. Der Name passt zu Ihrem Unternehmen
Ihr Unternehmensname soll die Charakteristik Ihres Unternehmens widerspiegeln. Wenn Sie ein klassisches B2B Unternehmen führen, sollte der Markenname deutlich seriöser sein, als wenn Sie beispielsweise ein Freizeitbetrieb für Familien sind.
3. Einzigartigkeit
Aus der Masse hervorzustechen ist in der heutigen Wirtschaft wichtiger denn je. Deshalb ist es entscheidend, einen Markennamen zu wählen, der einzigartig ist und nicht leicht verwechselt werden kann mit bestehenden Unternehmen.
4. Domainname
Ihre Webseite ist eines der wichtigen Kommunikationsmittel Ihres Unternehmens. Sie sollten daher sicherstellen, dass Ihr Firmenname auch als Domain verfügbar ist. Falls Sie international expandieren wollen, schauen Sie auch, ob die betreffenden Länderdomains noch frei sind.
5. Geschützter Name
Um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, sollte man im Vorfeld auch recherchieren, ob ein Firmenname nicht bereits geschützt ist oder im Firmenbuch eingetragen ist. Ansonsten kann es später zu juristischen Problemen kommen oder die Eintragung ins Firmenbuch kann verweigert werden. Auch bei sehr ähnlichen Markennamen ist Vorsicht geboten. Hier bietet es sich an, die Rechtslage durch einen spezialisierten Anwalt prüfen zu lassen.
Auf TMview lässt sich prüfen, ob und in welchen Ländern Marken bereits geschützt sind. https://www.tmdn.org/tmview/
6. Langfristige Flexibilität
Bei der Gründung einer neuen Firma wird der Faktor „Veränderung“ oft unterschätzt. Fast immer wird die anfängliche Geschäftsidee über kurz oder lang angepasst. Engt der Firmenname zu sehr ein, kann dies zum Nachteil werden und im schlimmsten Fall sogar dazu führen, dass die Marke neu benannt werden muss. Gleichzeitig darf der Firmenname aber auch nicht zu breit sein, da sonst der Fokus verloren geht. Es geht letztendlich darum, den Spagat zwischen Flexibilität und Fokussierung zu bewältigen.
7. Ein zweites Mal hinschauen
Abschließend sollten Sie bei Ihrem Firmennamen immer noch ein zweites Mal hinschauen und auch andere Leute fragen, nochmal auf den Namen zu schauen. So entgehen Sie der Gefahr, einen Unternehmensnamen wie PenIsland zu wählen, der beim schnellen Hinschauen nicht als Ferieninsel, sondern vermutlich als Erotikplattform kategorisiert wird.


