George Patton war einer der wichtigsten amerikanischen Generäle im zweiten Weltkrieg. Er hat entscheidende und schwierige Schlachten in Nordafrika, Sizilien und an der Westfront geleitet und gewonnen. All dies ist nur möglich gewesen, weil er seit seiner Jugend mit eiserner Disziplin an sich gearbeitet hat und später die Soldaten und seine Vorgesetzten von seinem Tun überzeugen konnte.

Ein Blick auf das Leben von George Patton zeigt viele Regeln, die auch für heutige Unternehmer und Führungskräfte gelten, die erfolgreich sein wollen.

Mit harter Arbeit und Disziplin kann man jedes Ziel erreichen

Als Dyslexiker hatte George Patton alles andere als ideale Vorrausetzungen für eine Offizierskarriere. In der Schule wurde ihm schnell klar, dass er viel länger als andere Mitschüler brauchte um sich Lernstoff anzueignen. Sein Ziel General zu werden, war jedoch so tief in ihm verwurzelt, dass er alles dafür tat dieses Ziel zu erreichen. Mit viel Zeit, Disziplin und Arbeit schaffte er die Aufnahme in die angesehenste Offiziersschule in West Point. In seiner späteren Karriere als Offizier arbeitete er dann konsequent an seinem Weiterkommen, bis er gegen Ende des zweiten Weltkrieges als 3-Sterne General sein Lebensziel erreichte.

Als Unternehmer oder Führungskraft hat man teilweise auch mit einer schlechten Ausgangssituation zu tun und will trotzdem ein gesetztes Ziel erreichen. Mit einer geeigneten Strategie, Fleiß und einem starken Willen kann man auch im Wirtschaftsleben seine Ziele erreichen.

Bereit sein Innovationen voranzutreiben & hungrig nach Neuem bleiben

George Patton blieb über seine Militärkarriere hinweg stets ehrgeizig und  setze sich immer wieder neue Ziele, die ihn motivierten. Er gab sich niemals mit dem Status Quo zufrieden, sondern wollte immer Dinge voranbringen. So setzte er beachtliche Meilensteine. Er nahm unter anderem an den olympischen Spielen teil, er entwickelte ein neues Schwert für die Armee und er stellte die erste Panzerdivision der US-Armee auf. Oft wurden seine neuen Entwicklungen in der Kriegsführung am Anfang eher skeptisch angesehen. Doch er überzeugte die Skeptischen durch Taten und kam auch so seinem Lebensziel General zu werden immer näher.

Viele Unternehmen scheitern in der heutigen Zeit am Thema Innovation, weil die Führungskräfte und Unternehmer nicht mehr hungrig nach Neuem sind. Es ist deshalb wichtig dieses Feuer am Brennen zu lassen, sowohl bei sich selbst, als auch bei den Mitarbeitern. Dies gelingt vor allem, wenn man die richtige persönliche Einstellung zum Thema Innovation hat und auch eine innovationsfreundliche Firmenkultur etabliert.

Ein gutes Netzwerk um sich herum aufbauen und es nutzen um die gesetzten Ziele zu erreichen

Um schwierige Ziele zu erreichen ist ein gutes Netzwerk unabdingbar. Dies hat George Patton bereits sehr früh gelernt und hat sich stets mit den Besten und Aufstrebenden umgeben. Er hat immer analysiert, wie er wen nutzen konnte. Von diesen Verbindungen konnte er später profitieren und bekam Möglichkeiten, die er sonst niemals bekommen hätte. Zudem hielten ihm seine Kontakte den Rücken frei. Nicht immer mochte er die wichtigen Kontakte. Teilweise verachtete er Sie fachlich oder persönlich bis auf das Tiefste. Da die Kontakte für ihn wichtig waren, achtete er dennoch darauf auch zu diesen Leuten ein gutes Verhältnis zu pflegen.

Auch für Unternehmer und Führungskräfte kann ein gutes Netzwerk geschäftlich enorm viel helfen. Ein gutes Netzwerk öffnet Türen und bietet auch in schwierigen Situationen Rückenhalt.

Von den Besten lernen und gelerntes anwenden

Patton war sein ganzes Leben über wissensdurstig. Er hat viel gelesen, sich laufend weitergebildet und er hat von den besten gelernt. In Frankreich hat er sich in der Fechtkunst unterrichten lassen und schließlich die französische Technik in die vereinigten Staaten importiert und auch das dortige Militärschwert durch ein besseres ersetzt. Seine größte Errungenschaft war aber, dass er sich die Panzertechnik in Europa abgeschaut hat und diese nach Amerika gebracht hat, das bis dahin in der Kriegsführung sehr stark die Kavallerie eingesetzt hat. Patton baute schließlich die erste Panzerdivision der Staaten auf und legte so den Grundstein für die erfolgreiche Europa-Mission im zweiten Weltkrieg.

Lebenslanges Lernen ist nicht nur ein Modewort, sondern gehört auch zu den wichtigen Aufgaben einer jeden Führungskraft. Doch Lernen bedeutet mehr als nur Bücher und Fachartikel lesen. Lernen heißt auch, sich mit den Besten der Branche zu umgeben und in Gesprächen und Diskussionen zu lernen. Doch das größte Wissen, nützt Ihnen letztendlich nur etwas, wenn Sie es anwenden und es sogar noch optimieren.

Immer gut zu seinen Leuten sein

George Patton hatte schon früh erkannt, wie wichtig es ist seine Soldaten gut zu behandeln. Denn nur so, konnte er das Vertrauen gewinnen und gewährleisten, dass die Menschen auch in extremen Situationen funktionierten. Als er beispielsweise feststellte, dass in einem der Stützpunkte im zweiten Weltkrieg das Essen nicht gut war, sorgte er unverzüglich dafür, dass die Köche besser kochten.

Gleiches gilt natürlich auch in der heutigen Arbeitswelt. Ist das Arbeitsumfeld nicht motivierend und freundlich, so sind eine hohe Fluktuationsrate, niedrige Produktivität und letztendlich wirtschaftlicher Schaden die Folge. Es ist deshalb für Unternehmer und Führungskräfte ein gutes Arbeitsumfeld zu schaffen. Dazu zählt den Mitarbeitern einen gewissen Freiraum bei der Arbeit zu gewähren, eine freundliche Büroumgebung zu schaffen, aber auch transparent zu handeln und faire Gehälter zu zahlen.

Werte konsequent durchsetzen

Will man seine Ziele erreichen ist Disziplin wichtig. Dazu gehört auch konsequent für die eigenen Werte geradezustehen und sicherzustellen, dass diese konsistent berücksichtigt werden. Gutes Benehmen war Patton beispielsweise ein großes Anliegen, da er fest daran glaube, dass nur so die Soldaten auch im Kampf diszipliniert und folgsam handeln würden.

So war eines der ersten Dinge, die er stets prüfte, wenn er zu einer neuen Truppe kam, ob die Soldaten ordnungsgemäß salutierten und auch die anderen militärischen Gepflogenheiten eingehalten wurden. War dies nicht der Fall, so ordnete er zunächst einen strikten Trainingsplan an um den Leuten wieder die gewünschte Disziplin zu geben. Erst wenn diese hergestellt war, kümmerte er sich darum die Truppe kampfbereit zu machen. Auch wenn er mit dieser Taktik oftmals auf Wiederstand stoß, so war er konsistent und machte keine Ausnahmen und hatte letztendlich auch mit seinen Truppen im Kampf Erfolg.

Wer jeden Tag als Chef seine Meinung ändert und in seinem Denken und Handeln nicht konsistent ist, wird über kurz oder lang das Vertrauen der Mitarbeiter und Kunden verlieren. Integrität schafft hingegen eine stabile Basis in einem Unternehmen und Regeln die für jeden klar sind. Auch beim Außenauftritt hilft ein konsistentes Handeln die Marke des Unternehmens zu schärfen und zeigt den Kunden klipp und klar, für was das Unternehmen steht.

Niemand ist perfekt

Auch, wenn George Patton viel erreicht hat in seinem Leben, durch seine Disziplin, so hatte auch er seine Schwächen, wie jeder normale Mensch. Als beispielsweise der erste Weltkrieg vorbei war schlitterte er in Probleme mit Alkohol und Affären. Doch auch während der Zeit in denen er Glanzleistungen erbrachte, beging er Fehltritte die im fast zum Verhängnis wurde. So Ohrfeigte er Soldaten im Lazarett, die psychisch ausgebrannt waren vom Krieg. Auch, wenn er sich nachher für dieses Vorgehen entschuldigte, so zeigt dies, dass auch nahezu perfekte Charaktere Schwächen haben.

Diese Schwächen sollten wir bis zu einem bestimmten Grad als Unternehmer und Führungskräfte auch akzeptieren und uns von dem Irrglauben verabschieden, dass wir immer alles perfekt machen können.

Mit an die Front gehen, statt aus der Ferne zu dirigieren

Patton blieb auch als General immer ein Soldat. Ihm war es wichtig immer am Ort des Geschehens zu sein und nicht aus der Ferne Befehle zu geben. Die Nähe gab ihm die Stärke Situationen besser einschätzen zu können und auch das Vertrauen der Soldaten zu gewinnen. Es kam sogar vor, dass er in besonders brenzligen Situationen allen voran ging um ein Beispiel statuierte. Während des zweiten Weltkrieges erließ er die Regel, dass jeden Tag mindestens ein Befehlshaber auch an die Front gehen musste. Dies gab den Soldaten das Gefühl, dass alle letztendlich eine Gemeinschaft waren und motivierte auch.

Genau wie Soldaten arbeiten Teams in Unternehmen an herausfordernden Missionen. Wenn Führungskräfte und Unternehmer Vertrauen gewinnen wollen ist es wichtig, greifbar als Mensch zu sein und auch mal als erster an die Front zu gehen, falls es man in eine schwierige Situation kommt. Dies wird helfen die Motivation im Team zu steigern und wird die Nähe zur praktischen Arbeit helfen bessere Entscheidungen zu nehmen.

Weiterführende Links

Titelbild: U.S. Army Signal Corps

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