Die Erstellung eines Logos gehört zu den wichtigsten Aufgaben, die Sie bei der Gründung Ihres Unternehmens erledigen werden. Wie Sie am besten diese anspruchsvolle Aufgabe angehen können erfahren Sie hier.

Ein Logo bildet den Kern Ihrer Unternehmensidentität. Mehr als alles andere bringt es Ihre Ideen, Ihre Philosophie, gar Ihr gesamtes geschäftliches Tun auf den Punkt. Es ist der erste Eindruck des potenziellen Kunden von Ihrem Unternehmen und hilft später, Wiedererkennungswert und Loyalität zu schaffen. Darüber hinaus muss es praktisch sein. Es muss in allen Größen und Formaten von der Webseite bis hin zum Briefkopf gut ausschauen und – das nicht genug – auch urheberrechtlich einwandfrei sein. Das ist ganz schön viel!

Aller Anfang ist doch leicht

Vor einer derart komplexen Aufgabe gestellt wäre es natürlich leicht, sofort loszulaufen und einfach mit dem Entwurf von Logos anzufangen. Hier empfiehlt es sich jedoch, zuerst ein paar Stunden mit der Planung zu verbringen. Denken Sie darüber nach, was die Philosophie Ihres Unternehmens ist. Was möchten Sie mit Ihrem Logo zum Ausdruck bringen? Welche Farben werden Ihre gewünschten Botschaften am besten rüberbringen, welche sind dafür ungeeignet? Wie sehen die Logos Ihrer Konkurrenten aus? Haben Sie genügend Budget, um einen Grafiker mit der Erstellung des Logos bzw. einen Rechtsanwalt mit der Prüfung eines Logos nach urheberrechtlichen Überlegungen zu beauftragen?

Schreiben Sie sämtliche Anforderungen auf, die an Ihrem Logo gestellt werden – es schärft Ihren Fokus und wird später bei dem Designprozess viel Zeit sparen.

Ab in die erste Runde

Erst wenn Sie diese Richtlinien für Ihr Logo festgelegt haben, kann es in die erste Designrunde gehen. Hier gilt es, so locker wie möglich in der Erstellung zu sein. Behalten Sie zwar im Kopf, was Sie bei der Planung aufgeschrieben haben – haben Sie jedoch keine Angst davor, Ihre Ideen festzuhalten. Nicht jede muss perfekt sein! Vielleicht fällt Ihnen später ein, wie Sie die Idee anpassen könnten, damit es Ihren Anforderungen besser entspricht.

Das Ziel dieser ersten Designrunde sollte es sein, acht bis zehn mögliche Logo-Skizzen zu produzieren, die aus Ihrer Sicht Ihr Unternehmen am besten darstellen. Schicken Sie diese Designs an einige Bekannten und fragen Sie nach Feedback. Hier ist es wichtig, Menschen aus unterschiedlichen Bereichen Ihres Lebens auszuwählen, z.B. Freunde, Familie, Leute aus dem Geschäftsbereich wo Sie tätig sind (oder werden möchten), oder aus der beabsichtigten Zielgruppe. Überlegen Sie sich, ob mehrere Altersgruppen bei dem Reviewprozess zu berücksichtigen sind.

Um Feedback zu optimieren, sollten Sie Ihre „Probanden“ ausführlich über Ihre Geschäftsidee informieren sowie über die Produkte bzw. Dienstleistungen, die Sie anbieten möchten. Sie werden überrascht sein, wie variiert das Feedback ausfällt und wie unterschiedlich dasselbe Design auf verschiedene Menschen wirkt!

Verfeinern, verfeinern, verfeinern

Nachdem Sie das Feedback aus der ersten Runde zurückbekommen haben, können Sie es auswerten. Was ist nützlich für Sie, was nicht? Gab es Ideen oder Verbesserungsvorschläge, die Sie übernehmen wollen? Gab es ein bestimmtes Design, das auf die Probanden besonders positiv gewirkt hat? In einer zweiten Designrunde haben Sie die Chance, die Auswahl an möglichen Logos einzuengen und diese zu verfeinern. Sie können sogar eine zweite Reviewrunde einbauen, wenn Sie wollen.

Das Wichtigste bei dem Ganzen ist aber, dass das Logo Ihnen gefällt! Das Logo, das ich letztendlich für mein Unternehmen wählte, zählte bei den Reviewrunden nicht zu den Favoriten – aus dem Grund, dass es möglicherweise in kleineren Formaten wie einer Visitenkarte nicht funktioniert hätte. Statt die Idee zu verwerfen, habe ich über andere Lösungen zu dem Formatproblem nachgedacht. Für die kleineren Formate (z.B. Briefkopf) habe ich auf den Bildteil des Logos verzichtet; auf Visitenkarten habe ich das gesamte Logo auf der Rückseite drucken lassen – wo ein größeres Format passt und klar sichtbar ist.

Es gibt viele Wege nach oben! Viel Erfolg!

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