In der modernen Geschäftswelt kommt es immer wieder vor, dass man Dokumente für internationale Kunden übersetzen lassen muss. Mit diesen Ratschlägen gestaltet sich die Zusammenarbeit mit einem Übersetzer erfolgreicher und effizienter!

Sie haben einen Übersetzer für Ihre Unterlagen ausgewählt und den Preis schon ausgehandelt. Quelltext übermitteln, fertig, los? Nicht so schnell. Nehmen Sie sich lieber etwas Zeit, Ihre genauen Vorstellungen mit dem Übersetzer zu besprechen bevor er mit der Arbeit beginnt. So bekommen Sie die Übersetzung, die Sie wirklich wollen. Mit diesen 4 Tipps für die Beauftragung eines Übersetzers gelingt das Ihnen problemlos!

Geben Sie den Zweck der Übersetzung bekannt

Um sich bei der Übersetzung richtig zu orientieren, muss der Übersetzer wissen, wofür sie gebraucht wird. Ist sie für ein bestimmtes Zielland gemeint? Dient sie lediglich der Information oder wird sie für rechtliche Zwecke,  die Veröffentlichung oder zu Werbezwecken gebraucht?

Eine solche Informationspflicht gehört mittlerweile zu den Standard-AGBs von Übersetzern; schließlich bestimmt der Zweck einer Übersetzung, welche Sprache bzw. Schreibstil für den Zieltext geeignet ist. Darüber hinaus ist die Information über den Zweck für den Übersetzer notwendig, um die eigenen Haftungsrisiken für die Übersetzung einzuschätzen.

Erwünschte Vokabeln bzw. Formulierungen

Im Laufe von Verhandlungen oder Geschäftsbeziehungen ergeben sich immer wieder spezifische Definitionen, Formulierungen oder Terminologie, die man auch gerne in einer Übersetzung berücksichtigt haben will. Ist das der Fall, teilen Sie Ihre Wünsche dem Übersetzer unbedingt mit! So kann er diese Besonderheiten direkt in die Übersetzung einbauen.

Besondere Formatierungswünsche

Das klingt jetzt sehr kleinlich, aber wenn Sie in Bezug auf die Formatierung des Dokumentes besondere Anforderungen haben (Schriftart, Gliederung usw.), sollte der Übersetzer darüber informiert werden. So meiden Sie etliche nachträgliche Änderungen und arbeiten effizienter.

Bei juristischen Übersetzungen ist es z.B. für den Übersetzer wichtig zu wissen, wie Sie mit der Übersetzung von Gesetzesnamen umgehen wollen. Ist der deutsche Namen bzw. Abkürzung in Klammern neben der Übersetzung im Zieltext anzuführen? Ist im Text immer der vollständige Name des Gesetzes zu verwenden oder reicht die (deutsche) Abkürzung?

Die Grenzen der Übersetzung

Bedenken Sie, dass es der Auftrag des Übersetzers ist, die Bedeutung des Ausgangstextes in die Zielsprache zu transportieren. Bei der Auswahl der Terminologie im Zieltext hat er ein gewisses Ermessen – ihm setzt jedoch der Inhalt des Ausgangstextes Grenzen, die er ohne weiteres nicht überschreiten kann.

Daher könnte der Zieltext zuerst etwas holprig wirken. Das bedeutet nicht automatisch, dass die Übersetzung schlecht ist, sondern dass sie noch bearbeitet werden (und vom Ausgangstext ggfs. abweichen) muss, um die gewünschte Wirkung in der Zielsprache zu erzielen. Das ist öfters der Fall bei Werbetexten oder Buchbeiträgen.

Am besten sammeln Sie Ihre Fragen zum Zieltext und rufen Sie den Übersetzer an, um Änderungswünsche und Alternativen zu besprechen. Ein guter Übersetzer wird eine Korrekturschleife im angemessenen Umfang gerne durchführen.

Foto: laogooll

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