Die Selbstständigkeit geht auch mit Risiken einher, die Ihr Unternehmen schädigen oder gar in die Insolvenz treiben können. Deshalb ist es wichtig, sich mit Risiken auseinanderzusetzen und diese zu vermeiden. So haben Sie eine solide Basis, damit Sie als Selbstständiger langfristig erfolgreich sein können.
Im Folgenden finden Sie eine Zusammenstellung von Risiken, die Sie unbedingt vermeiden sollten:
Abhängigkeit von einem Kunden
Erwirtschaften Sie mit einem einzigen Kunden den Großteil Ihrer Einkünfte, so kann dies zu einem finanziellen Problem werden, falls dieser Kunde Ihnen wegfällt. Bauen Sie sich deshalb einen breiten Kundenstamm auf. Denn so ist der Wegfall eines Kunden in der Regel verkraftbar und hinterlässt keine große finanzielle Lücke.
Überraschende Nachzahlungen
Immer wieder geraten Unternehmer in Schwierigkeiten, weil plötzlich überraschende Nachzahlungen für Steuern oder Sozialversicherungsbeiträge auftauchen. Sorgen Sie vor und behalten Sie stets einen Überblick über die Kosten, die zukünftig fällig werden. Ihr Buchhalter oder Steuerberater kann Ihnen hier die erforderliche Expertise bieten, um diese Forderungen zu berechnen.
Mangelnde finanzielle Liquidität
Ein niedriger Kontostand kann schnell zum Problem werden und Sie als Unternehmer handlungsunfähig machen und unnötige Kosten durch Überziehungszinsen verursachen. Sorgen Sie deshalb dafür, dass Ihre Geschäftskonten liquide sind, um alle nötigen Rechnungen begleichen zu können.
Stagnation bei der Weiterentwicklung
Jedes Geschäftsfeld entwickelt sich mit der Zeit weiter. Als Unternehmer ist es deshalb wichtig, das eigene Produkt- und Dienstleistungsportfolio an die ändernden Marktbedingungen anzupassen. So bleiben Sie wettbewerbsfähig und sichern sich Ihre unternehmerische Zukunft.
Zahlungsschwierigkeiten bei Neukunden
Bei neuen Kunden ist die Zahlungsmoral in der Regel schwierig einzuschätzen. Deshalb sollten Sie auch am Anfang einer neuen Geschäftsbeziehung vorsichtig bei den Zahlungsbedingungen vorgehen. Haben Sie beispielsweise viele externe Dienstleistungen, die Sie für einen Kundenjob zukaufen müssen, kann ein Zahlungsausfall das Genick brechen. Als Unternehmer können Sie beispielsweise vom neuen Kunden Vorauszahlungen fordern oder Zwischenabrechnungen mit kurzem Zahlungsziel vereinbaren.
Keine klar definierten Rahmenbedingungen/Grenzen bei Angeboten
Ist eine Leistungsbeschreibung nicht detailliert beschrieben, kann es vorkommen, dass der Kunde immer mehr will. Sie aber aufgrund der fehlenden Rahmenbedingungen keine Möglichkeit haben, für die zusätzlichen Leistungen Geld zu verlangen. Seien Sie deshalb bei Angeboten so detailliert wie möglich und definieren Sie klar den Leistungsumfang. In vielen Fällen ist es auch wichtig, die Anzahl der maximalen Abstimmungsschritte vertraglich festzuhalten, damit der Abstimmungsaufwand nicht den Rahmen sprengt.


