Nur noch einen Tag, dann ist es Wochenende! Wir hoffen, dass Sie über das Wochenende nicht (oder nicht allzu viel arbeiten) müssen und Ihre Freizeit in vollen Zügen genießen können. Vielleicht gibt es genug Zeit, den einen oder anderen Film anzuschauen? Diese 6 Filme sollte jeder Unternehmer gesehen haben.
Joy – alles außer gewöhnlich (Jennifer Lawrence, Bradley Cooper; 2015)
Joy Mangano wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und war seit der Kindheit eine begeisterte Erfinderin. Doch mit 33 Jahren findet sie sich als alleinerziehende Mutter von drei Kindern in einem kleinen Haus wieder und muss jeden Tag kämpfen, um Familie und Arbeit unter einen Hut zu bringen. Das Leben ist sehr weit entfernt von dem Traum als Unternehmerin, den sie einst hegte.
Eines Tages verletzt sich Joy an der Hand, als sie ein kaputtes Glas mit einem Wischmop aufräumen will. Darauf erfindet sie einen neuen Wischmopp, den man nicht per Hand auswringen muss, und versucht, diesen zu vermarkten. Trotz Hindernissen und Rückschlägen kämpft Joy tapfer weiter – und wird zu einer der erfolgreichsten Unternehmerinnen der Vereinigten Staaten.
Film-Takeaway: geschäftlicher Erfolg lässt sich nicht nur in einer Bank oder mit Hi-Tech Geräten erreichen, sondern auch mit ganz einfachen Sachen. Es geht darum, ein Bedürfnis zu erkennen und dieses mit einem Produkt zu befriedigen.
Nightcrawler – jede Nacht hat ihren Preis (Jake Gyllenhaal, Rene Russo; 2014)
Louis Bloom (Jake Gyllenhaal) ist ein Kleinkrimineller, der sich in Los Angeles mit Diebstählen übers Wasser hält. Eines Tages beobachtet er auf einer Autounfallstelle, wie ein Kameramann – ein sogenannter Nightcrawler – die Szene abfotografiert und die Bilder an TV-Sender verkauft. Bloom erblickt seine Chance, erwirbt eine Kamera und ein Funkgerät, um die örtliche Polizei abzuhören, und wird selbst zum Nightcrawler.
In kürzester Zeit entwickelt sich Bloom zu einem erfolgreichen, aber skrupellosen Kameramann, der bald die Aufmerksamkeit der Journalistin Nina Romina (Rene Russo) auf sich zieht. Sie arbeitet bei dem vom Scheitern bedrohten Nachrichtensender KWLA und sieht Bloom als Ticket zum nächsten Knüller und geschäftlichem Erfolg.
Um seinem Konkurrenten immer einen Schritt voraus zu bleiben, überschreitet Bloom zunehmend moralische Grenzen – Menschen scheinen ihm vollkommen egal zu sein. Wie weit kann er gehen, bevor er zur Verantwortung gezogen wird?
Film-Takeaway: im Business kollidieren geschäftliche Ziele und der Wunsch nach Geld und Ruhm immer wieder mit moralischen und ethischen Grenzen. Wie wir diese Konflikte lösen, definiert uns als Menschen und als Unternehmer.
Wolf of Wall Street (Leonardo DiCaprio; Margot Robbie; 2013)
Martin Scorseses Filmbiografie des ehemaligen Börsenmaklers Jordan Belfort lässt die Ekstasen und Exzesse der Finanzwelt auf Wall Street der 80-er und 90-er wieder aufleben. Nach der Gründung der eigenen Firma Stratton Oakmont wurde Belfort zum Multimillionär, gab Unsummen aus für Partys, Frauen, Drogen – und alles, was sonst zum „Life in the Fast Lane“ gehört.
Leonardo DiCaprio spielt den später wegen Betrug und Geldwäsche verurteilten Belfort mit hinreissendem Bravur und Charisma. Er erforscht die Untiefen des Charakters mit so viel Fingerspitzengefühl, dass Belforts unsympathische Züge immer dann in Parodie umkippen und uns schmunzeln lassen, wenn wir gerade dabei sind, ihn endgültig zu verteufeln. Ein meisterhafter Schauspieler in jeder Hinsicht!
Film-Takeaway: auch wenn man der Meinung ist, dass die Märkte heute überreguliert sind, bringt dieser Film auf den Punkt, warum bestimmte Schranken notwendig sind. Geld und Macht können aus jedem von uns einen Narren machen.
Erin Brokovich – eine wahre Geschichte (Julia Roberts, Albert Finney; 2000)
Erin lebt alleine mit ihren drei Kindern – die Finanzen sind knapp. Nachdem sie in einen Autounfall verwickelt wurde, versucht sie, den Fahrer des anderen Autos zu klagen. Sie engagiert den Rechtsanwalt Ed Masry (Albert Finney); er stellt ihr den positiven Ausgang des Verfahrens in Aussicht. Doch Erin verliert im Gerichtssaal ihre Contenance – und damit auch die Sympathie der Geschworenen. Sie verliert den Prozess und bleibt auf ihre Kosten sitzen.
Nun steht sie am Rande des finanziellen Ruins. Masry hilft ihr aus der Patsche und stellt sie bei seiner Kanzlei an. Bei Ablagearbeiten findet sie Dokumente, die sie stutzig machen: ein Angebot für den Kauf eines Hauses, das medizinische Dokumente und Arztrechnungen für die Hausbesitzer enthält. Noch merkwürdiger: sämtliche Arztrechnungen wurden vom Unternehmen Pacific Gas & Electricity beglichen – das in der Nähe des betroffenen Hauses eine Anlage betreibt.
Erin geht der Sache nach und deckt einen Umweltskandal auf, der weltweit Wellen schlagen wird. Eine spannende und wahre Geschichte über die Macht des Einzelnen, etwas in der Welt zu bewegen.
Film-Takeaway: kein Mensch und kein Unternehmen steht über dem Gesetz. Es sind oftmals die Kleinen, die die Riesen zum Fallen bringen. Und: so sieht eine oscarreife Schauspielleistung aus. Für ihre Darstellung der Erin gewann Julia Roberts den Oscar für beste Hauptdarstellerin.
Der Teufel trägt Prada (Meryl Streep, Anne Hathaway, Emily Blunt; 2006)
Andy (Anne Hathaway) ist eine ehrgeizige Uni-Absolventin und träumt davon, erfolgreiche Journalistin zu werden. Trotz ihrer Abneigung gegen die Modeindustrie nimmt sie einen Job als Assistentin für Miranda Priestley (Meryl Streep) an, die überaus gefürchtete Chefin eines bekannten Modemagazins.
Andy erlebt bald eine berufliche Feuertaufe wie keine andere. Sie findet sich täglich mit den überhöhten Ansprüchen ihrer Chefin konfrontiert, die sie an den Rande des Wahnsinns bringen. Doch was immer Miranda verlangt – seien es absurde, rücksichtslose oder schlichtweg unmögliche Aufgaben – Andy lässt nicht los, sondern kämpft weiter. Doch bald entdeckt sie, dass sich so viel Einsatz im Job negativ aufs Privatleben auswirkt. Will sie das wirklich?
Film-Takeaway: werfen Sie Ihre Vorurteile über weibliche Chefs über Bord. Wenn es um Ehrgeiz und die Erreichung von Karrierezielen geht, können Frauen genauso gnadenlos und hart sein. Die Frage ist: wie weit ist frau als Mensch bereit zu gehen für die eigene Karriere?
The King’s Speech – Die Rede des Königs (Colin Firth, Geoffrey Rush, Helena Bonham-Carter; 2010)
König George VI hätte eigentlich nie König werden sollen. Diese Rolle war für seinen älteren Bruder Edward bestimmt. Doch dieser verliebte sich in Wallis Simpson, eine Geschiedene, und wollte sie unbedingt heiraten. Das war damals mit der Rolle als König unvereinbar und Edward musste 1936 auf den Thron zugunsten seines schüchternen jüngeren Bruders verzichten. George (der in Wahrheit Albert hieß) wurde plötzlich und ungewollt ins Scheinwerferlicht geworfen.
Dabei hatte George doppeltes – gar dreifaches – Pech. Weil er seit seiner Kindheit stotterte, war ihm das öffentliche Reden ein Gräuel. Zu dieser Zeit erfreute sich das Medium Radio einer stetig steigernden Beliebtheit; so wurde die Fähigkeit, gut zu reden, zur Kernkompetenz eines Monarchs. Vor allem wegen der immer schwieriger werdenden Lage Großbritanniens in den Jahren vor dem 2. Weltkrieg war es für den König nötig, seinem Volk Zuspruch zu geben.
The King’s Speech ist die wahre Geschichte, wie König George seine Sprachprobleme mithilfe des australischen Logopäden Lionel (Geoffrey Rush) überwand – und wie eine lebenslange Freundschaft zwischen König und Lehrer entstand.
Film-Takeaway: um großen Erfolg im Geschäft zu haben, muss man die Menschen bewegen können. Und das heißt: gut und überzeugend öffentlich reden können. Das will (und kann) gelernt werden.


