Trotz der vielfältigen Möglichkeiten, heute selbst Informationen zu verbreiten, bleibt die Pressemitteilung ein zentrales Tool in der Öffentlichkeitsarbeit eines Unternehmers. Mit den folgenden Tipps gelingt Ihnen eine Mitteilung, die sich aus der Informationsflut abhebt.

Mit einer Pressemitteilung kann ein Unternehmer Journalisten, Blogger und andere Meinungsführer über wichtige Ereignisse, neue Produkte und kommende Veranstaltungen informieren. Interessiert die Mitteilung den Empfänger genug, wird er darüber einen Artikel schreiben und veröffentlichen. Dadurch erreicht Ihre Botschaft ein viel größeres Publikum.

Hintergrundinformationen – der Journalist und die tägliche Informationsflut

Bevor Sie sich hinsetzen und einfach lostippen, sollten Sie sich einmal in die Lage Ihres Empfängers setzen. Journalisten werden Tag für Tag mit Informationen überschüttet und stehen dauernd unter Druck, etwas zu schreiben und pünktlich abzugeben. Viel Zeit für die Verfassung von Beiträgen bleibt ihnen nicht. Daraus ergeben sich für Sie als Schreiber einer Pressemitteilung die folgenden allgemeinen Überlegungen:

  1. Ihre Pressemitteilung muss spannend genug sein, um aus der Masse herauszuragen. Das heißt: die Gegenstand der Mitteilung muss aktuell sein und Nachrichtenwert haben. Wenn dies nicht der Fall ist, schreiben Sie lieber einen Blogbeitrag.
  2. Journalisten übernehmen häufig den Inhalt von Pressemitteilungen direkt in Ihre Artikel. Wenn Sie in Ihrer Pressemitteilung einen guten journalistischen Schreibstil pflegen, erhöht sich die Chance, dass sie der Journalist aufgreift.
  3. Journalisten und Blogger werden eher jene Mitteilungen weiterverfolgen, die von ihnen bekannten Personen stammen. Daher lohnt es sich, Beziehungen zu Journalisten und anderen Meinungsführern aufzubauen.

So schreibt man die Pressemitteilung richtig

So viel zum Hintergrund. Diese Tipps machen Ihnen die Verfassung der Pressemitteilung leicht.

  1. Die persönliche Ansprache

Menschen reagieren positiver auf eine persönliche Ansprache. Deshalb sollten Sie immer Ihre Pressemitteilung an einen bestimmten Empfänger richten. Auch wenn lediglich eine Sammel-E-Mailadresse für die Redaktion zur Verfügung steht – greifen Sie lieber mal zum Telefon, um den richtigen Ansprechpartner herauszufinden als die Mitteilung an einen unbestimmten Personenkreis zu schicken.

2. Bezeichnung als Pressemitteilung

So übertrieben wie es klingt – bezeichnen Sie Ihre Pressemitteilung als solches in der Betreffzeile. So weiß Ihr Empfänger gleich, womit er hier zu tun hat.

3. Das Wichtigste gleich am Anfang

Die Aufmerksamkeit Ihres Empfängers ist am Beginn des Textlesens am stärksten – und lässt schnell nach. Lange Erzählungen sowie der Aufbau eines Spannungsbogens sind hier deshalb  fehl am Platz. Kommunizieren Sie sämtliche Kerninformationen gleich am Anfang der Mitteilung im Titel, Untertitel und Vorspann.

Der Titel sollte das Herz der Mitteilung zusammenfassen; so erfährt der Leser in wenigen Sekunden, worum es hier im Grunde geht. Der Untertitel führt weitere wichtige Informationen aus und regt zum Weiterlesen an.

Als Einstieg in den Textkörper ist der Vorspann vielleicht der wichtigste Teil der Pressemitteilung. Er besteht aus 400 bis 600 Zeichen und informiert den Leser zum ersten Mal ausführlich über die gesamte Gegenstand der Mitteilung. Der Vorspann entscheidet, ob eine Pressemitteilung abgedruckt wird oder nicht – es lohnt sich also, darin Zeit zu investieren.

4. Schreibstil

Ihre Pressemitteilung sollte die gewünschten Informationen verständlich überbringen. Kurze, prägnante Sätze erleichtern das Lesen und stellen sicher, dass die Botschaft beim Leser ankommt.

Ihre Sprache muss an Ihren Empfänger angepasst sein. Achtung: eine Pressemitteilung ist keine Werbung! Ihre Leser sind Experten in ihrem Fachbereich und werden den Text mit einem kritischen Auge durchlesen. Unnötige Floskeln und überhebliche Behauptungen werden lediglich Ihre Glaubwürdigkeit unterminieren.

5. Extras

Das Hinzufügen von Extras wie ein Logo, Bildmaterial, ein Video oder weiterführende Links verschönern das Leseerlebnis zusätzlich und geben dem Journalist gleich ein paar Informationsquellen mehr, um den Artikel zu recherchieren. Am besten ist es, wenn Sie diese Dateien nicht der E-Mail mit der Pressemitteilung selbst anfügen, sondern online zum Download zur Verfügung stellen (z.B. via Dropbox).

Sollte Ihre Mitteilung eine Sperrfrist haben (sprich: ein Datum, nachdem die Mitteilung nicht mehr verbreitet werden sollten, z.B. wenn sie eine Veranstaltung betrifft), sollten Sie dies anführen und auch im Text deutlich hervorheben.

6. Abschluss

Zum Schluss sollen ein paar Sätzen über Ihr Unternehmen eingefügt werden. Name, Tätigkeit, Produkte usw. sowie die relevanten Kontaktdaten des Ansprechpartners.

Foto: Florida Memory

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