Interview mit Max Mika: Gründer vom Remote Verlag

Stelle dich und dein Unternehmen bitte kurz vor:

Ich bin Max, studierter Sportwissenschaftler und habe mit Abschluss meines Studiums 2019 den Remote Verlag gegründet. Im Remote Verlag veröffentlichen wir gemeinsam mit Personenmarken sehr spezifische Ratgeber rund um die Themen Persönlichkeitsentwicklung, Business und Leadership. Mit unseren Büchern möchten wir Menschen dabei unterstützen ein selbstbestimmteres Leben führen zu können.


Wann und warum hast du den Schritt die Selbstständigkeit gewagt?

Meine Reise in die Selbstständigkeit begann 2016. Ich wollte als Ernährungsberater begleitend zu meinem Studium Menschen helfen, gesünder zu leben. Schon damals war alles 100% online, weil ich immer schon den Traum hatte ortsunabhängig arbeiten zu können und gleichzeitig durch die Weltgeschichte zu reisen.


Ist alles so gekommen, wie du es geplant hast?

Natürlich nicht. Für die Ernährungsberatung habe ich zu dem Zeitpunkt fast keine Kunden im Internet gefunden. Heute weiß ich natürlich, dass mir viele Basics über Positionierung, Angebote und Verkauf gefehlt haben. Gelandet bin ich über ein selbstgeschriebenes Buch über die Sporteignungsprüfung dann schließlich in der Selfpublishing Szene und habe dann relativ zügig den Schritt zum eigenen Verlag gewagt.


Was sind die wichtigsten 3 Dinge, die du bislang als Unternehmer/-in gelernt hast?

1. Skalierung geht nur über Systeme und Mitarbeiter.

2. Konstanz schlägt Peaks.

3. Die eigenen Emotionen zu kontrollieren und Verständnis für Mitmenschen mitzubringen.


Auf welchen unternehmerischen Erfolg bist du besonders stolz und warum?

Es gab zwei Tage im März 2020, die ich bis heute nicht realisiert habe. Am ersten Tag ist einer unser Autor Wladislaw Jachtchenko mit einem Buch bei einem anderen Verlag Spiegel Bestseller geworden und ich war geflasht, dass wir einen Spiegel Bestseller Autor in unseren Reihen haben und einen Tag später habe ich dann selbst auf der Spiegel Bestseller Liste gesehen, dass sogar eins unserer Bücher direkt draufstand. Nach nicht mal 1,5 Jahren Firmenhistorie war das ein ziemlich großer Erfolg mit weitreichenden Auswirkungen im Nachhinein.


Was war dein bislang größter Tiefpunkt als Unternehmer/-in und wie hast du ihn überwunden?

Mein größter Tiefpunkt war im Winter 2020. Ich habe von Oktober bis Weihnachten 14 Stunden jeden Tag gearbeitet, weil wir zu stark skaliert haben und unsere Systeme dafür noch nicht bereit waren. Mein Kopf hat permanent geglüht, Entspannung gab es nicht und ich dachte das ganze ist dann in einem Nervenzusammenbruch geendet. War dann aber doch Corona.

Rausgekommen bin ich in dieser Zeit durch meine Schwester und meine Eltern. Ich habe meinen Eltern von vorne bis hinten die komplette Firma erklärt und meine Schwester ist mit eingestiegen und hat mir geholfen, die ersten Strukturen aufzubauen. So konnte ich Stück für Stück verstehen, was mit Prozessen und Strukturen wirklich gemeint ist und wie diese zu funktionieren haben.


Was sind deine Ziele für die Zukunft?

Ich möchte den Verlag weiter aufbauen, sodass wir jede Woche ein Buch veröffentlichen können.

Gleichzeitig möchte ich alle Prozesse und Strukturen so ausgereift haben, dass ich mich aus dem Tagesgeschäft vollständig zurückziehen kann.


Welchen Ratschlag würdest du Gründern in deiner Branche mit auf den Weg geben?

Beschäftige dich mit deiner Positionierung und liefere was du versprichst. Nur so kannst du aus der Masse hervorstechen und hast eine Chance erfolgreich zu werden.


Weiterführende Links

https://remote-verlag.de/

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RiskPlayWin Redaktionsteam
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